Monatsarchiv

ICH BIN EXTREM.

Ich kann gar nicht so hoch zählen, wie mir in den vergangenen Jahren der Satz «…das ist aber extrem…» wahlweise auch als «…du bist aber extrem…» an den Kopf geworfen wurde. Dies teilweise durchaus etwas verständlicher aus einer Situation heraus, welche ich durch meinen Aktivismus insofern herausgefordert habe. Oft jedoch auch während ich mich komplett passiv verhielt. Ausser man zählt dasitzen und sein veganes Mittagessen einnehmen als aktiv.

Ich lebe nun seit bald 6 Jahren vegan. Viel ist passiert in dieser Zeit! Was sich bei den Lebensmittelgrosshändlern getan hat ist famos. Zu meinen Startzeiten musste ich für Milchalternativen – man verzeihe mir und verklage mich nicht, dass ich der einfachheithalber doch das Wort «Milch» gebrauche – noch in Bioläden rennen. Heute hat Coop, Migros und Konsorte eine grosse Auswahl an Reis-, Hafer-, Soja- und Mandelmilch. Dasselbe gilt für Fleischalternativen, Käseersatz u.v.m. Mich freut das sehr! Desto einfacher es ist, sich vegan zu verköstigen, desto eher probiert man es doch auch einfach mal aus. Desto unkomplizierter der Veganismus wird, desto gesellschaftsfähiger. In diesem Sinne: Weiter so, go go (vegan)!

Es scheint, als ob der Veganismus salonfähig geworden ist. Aber man irrt. Ich kann die Zeitungsartikel zum Thema Veganismus inzwischen nicht mehr zählen. Vegan ist in aller Munde, ähm, eher nur Auge bzw. Ohr. Es gibt immer wieder mal eine sinnige Berichterstattung, Zeilen, die auch mich zum nachdenken bringen. Dem Grossteil geht es jedoch lediglich darum, den veganen Weg in den Dreck zu ziehen. Angstmacherei, Falschaussagen (haha, Fake News auch hier), Ernährungsberater, die keine Ahnung von Ernährung haben, von Fleisch- und Milchverbänden gekaufte Gesellschaften, die der Schweiz erklären, was eine gesunde Ernährung ausmacht.

Als ich damals 2011 beschloss, 30 Tage veganes Leben auszuprobieren, war meine Welt noch eine andere. Nicht nur weil ich unverheiratet und kinderlos war. Vielmehr auch, weil der Vegi inzwischen nicht mehr DER mega Exot war und man durchaus spontan irgendwo was essen gehen konnte – und was auf der Menükarte fand. Den Schritt zum Veganismus habe ich nicht gemacht, um mir mein Leben zu verkomplizieren (was es dann aber durch wurde).

Ich lebe vegan, weil ich überzeugt bin, dass wir alle eine Seele haben (sind) und keiner mehr Wert ist als der andere.

Weder Menschen irgendeiner Art, Nationalität, Geschlechtes etc. noch Tiere.
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Ja, mir ist bewusst, dass ‘nur’ veganes Leben nicht der Weisheit letzter Schuss ist. Da gibt es noch so viel mehr zu tun! Ich verschliesse nicht die Augen vor den restlichen Weltproblemen und ich gebe mein Bestes auch in anderen Bereichen. Die Energie lässt nur manchmal nicht alles auf einmal zu und bei gewissen Themen bin ich sicherlich auch noch zu wenig informiert. Veganismus ist im Vormarsch – vor den Informationen, wie es um unsere sogenannten Nutztiere steht und dass Kühe nun mal eben nicht einfach so Milch geben und männliche Küken gesext werden kann sich keiner mehr schützen. Man weiss es heutzutage einfach. Andere Themen sind weniger bekannt und mir insbesondere vielleicht speziell.

Information ist das A und O. Das ist der Grund, warum ich diesen Blog seit so vielen Jahren trotz dem teilweise massiven Gegenwind weiterführ(t)e. Anfänglich hatte ich meinen eigenen Blog-Troll! Ach warst du amüsant, «Bauer Nelly», schade hast du so bald aufgegeben. Ich erinnere mich noch, dass du behauptet hast, mein veganes Ding sei sicherlich in einem halben Jahr vorbei. Du solltest dich geirrt haben.
Nach dem Blog-Troll kamen Leute dazu, die sich informieren wollten, informieren liessen. Danke euch allen! Es gab auch Leute, die mir mehr oder weniger direkt mitteilten, was sie von meinem veganen Dings da hielten und ich versuchte eigentlich immer mit möglichst sachlichen Argumenten darzulegen, warum der Veganismus kein Angriff auf ihr Leben ist, der Konsum von tierischen Produkten aber eben ein Angriff auf das Leben der Tiere. Es ist schwierig, so etwas wie die vegane Lebenseinstellung zu erklären, ohne dass sich das gegenüber, welches nicht vegan lebt, angegriffen fühlt. Ich habe es versucht. Immer und immer wieder. Ich habe Ewigkeiten vor Texten und Antworten gehockt um am Schluss die immer selben Sätze vorgeworfen zu kriegen: Missionarisch, beleidigend, anmassend, extrem.

Extrem. Ein tolles Wort. Kann man super brauchen für alles was man nicht versteht und geht in jeglichen Kombinationen. Ich habe bisher versucht, das Wort zu vermeiden, weil ich es als Ende einer Unterhaltung ansehe. Aber da dieser Beitrag nun genau als das zu verstehen ist, darf ich nun nachholen, was ich immer geschluckt habe:

Ich bin extrem erstaunt darüber, dass so viele Fakten einfach belächelt, ignoriert oder als Fake abgetan werden.
Ich bin extrem fassungslos über die Diskussionen, die ich geführt habe, die ich führen muss und die ich noch führen werde.
Ich bin extrem entsetzt über diese Welt, wie sie funktioniert, wie Menschen mit Menschen umgehen, wie Menschen mit der Welt umgehen, wie Menschen mit Tieren umgehen.
Ich bin extrem traurig darüber, so wenig bewirken zu können, zusehen zu müssen, wie die Heimat meiner Kinder zerstört wird und zugrunde geht und alle darüber lachen.
Ich bin extrem müde, ausgelaugt, erschöpft, kraft- und mutlos.
Ich habe extrem viel nachgedacht in den letzten Wochen. Jüngste Ereignisse gaben mir den letzten Kick um diesen Schritt zu tun. Nichts geschieht ohne Grund.

Ich verabschiede mich an dieser Stelle von euch. Ich höre natürlich nicht auf, vegan zu leben! Aber ich höre auf zu bloggen.

Ich danke euch Lesern für die gemeinsame Zeit, für den teilweise gemeinsamen Weg, für euer Interesse und für eure wertvolle Kommunikation. Es ist mir eine Ehre, dass ihr meine Followers ward 😊

Wie es in der Grafik oben steht… das Cheesy ist nicht nur Veganerin. Das Cheesy ist auch Frau, Mami, Mensch. Und diesem Leben widme ich mich jetzt.

Wer mich lieb gewonnen hat und nicht komplett aus den Augen verlieren will, Blog hin oder her:
Meine (auch viel länger bestehende) ursprüngliche Website bleibt:
Cheesy’s Welt mit Reiseberichten und Fotos. Hier kann man sich gerne im >> Newsletter anmelden.

9 Monate Bern.

Jetzt musste ich wirklich laut lachen, als ich nachzählte, wie lange wir schon hier wohnen. Schwangerschaft mal in anders :-P – vor 9 Monaten zogen wir von Zürich nach Bern um >> Ausgeseezaubert.

9 Monate in denen viel passiert ist und doch so wenig.
Was alles geschah…

…wir haben beide einen neuen Job gefunden, der eine glücklicher, die andere weniger ;-)
…die Kids haben sich in der Kita super eingelebt, sind happy – und BabyBel startet bald mit Kindergarten
…die Katzis haben sich von 3 auf 2 reduziert :-(
…die Autos von 2 auf 1.
…das Haus kriegt seit letzter Woche einen neuen Farbanstrich *michmegafreu*
…ich hab 6kg abgenommen.
…Pooh 1 dazu (aber das ist gut!).
…wir haben neue Freunde gefunden ♥
…wir haben uns so langsam aber sicher eingenüschelt.

Die Gegend ist wirklich toll und ich habe schon einiges uh schönes gesehen und erlebt. Mir fehlt aber auch – je wärmer je mehr – der Zürichsee.
Ich liebe unser Haus ♥ Aber ich fühle mich noch nicht Zuhause sondern nach wie vor fremd hier. Wie lange das wohl andauern mag?

Veganismus ist eine (schwere) Lebenseinstellung.

Ich lebe bald seit 6 Jahren vegan. Und eigentlich sollte ich langsam wissen wie das funktioniert in meinem Leben. Wenn ich mich schön ruhig verhalte, angepasst und ruhig für mich “mein veganes Ding” durchziehe, reibe ich am wenigstens mit anderen Leuten, habe seltener Diskussionen, werde kaum angegriffen. Ich leiste dann in meinem eigenen kleinen Gärtchen meinen Beitrag und gut ist. Die Nerven werden geschont, Zeit gespart… erreicht aber eben leider auch nichts.

Und dann gibt es Zeiten, in denen in mir das Feuer des Aktivismus wieder entflammt und ich das Gefühl habe, mehr tun zu müssen. Für diejenigen unter uns, die keine laute Stimme haben. Oder eine, die nicht verstanden wird. Dann gehe ich auf die Strasse, demonstriere mit, verteile Flyer, suche das Gespräch, blogge wieder mehr. Regelmässig knallt’s dann.

Selbst in Zeiten, in denen ich mich ruhig verhalte, passiert aber nicht nichts. Nein. Inzwischen wird in jeder Comedyshow (die ich besucht habe) das Thema Fleischessen/Veganismus mindestens kurz angekratzt. Echt jetzt! Es vergeht keine Woche ohne einen (meist saudämlichen) Artikel zum Thema Veganismus. Aktuell in der BAZ zu lesen: Veganer sollten sich mit ihrem Anliegen eines veganen Menüs in Kantinen nicht ans Volk sondern an die Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung wenden. Ja, stimmt wirklich, kein Fake.

Wenn ich in einer ruhigen Phase dasitz und still mein veganes Essen ess… kommt garantiert einer dahergelatscht der mich darauf anspricht und ich zum gefühlten 100’000x erklären muss, warum ich vegan lebe, ob ich alle Nährstoffe erhalte, ob meine Kinder später mal selber entscheiden dürfen (die Frage kommt mindestens 1x die Woche!). Der Unterschied zur aktiven Phase ist gar nicht so frapant, lediglich die Wortwahl angriffiger. Aber immer wird von mir erwartet zu schlucken, zu schweigen. Demut liegt nicht mir so sehr, speziell nicht in diesem ungerechten Fall.

Nun denkt ihr vielleicht: Was soll’s, legt sich das Cheesy halt mit anderen an, was erwartet sie denn mit ihrem Auftreten auch anderes, da muss sie stark sein und drüber stehen. Tja, recht habt ihr. Aber was, wenn ich es doch nicht kann? Was wenn ich zu wenig Energie habe um derart in meiner Mitte zu sein, dass alle Vorwürfe einfach von mir abprallen? Was dann? Was nützt es dann, zu sagen, ich soll nicht so weinerlich tun? Warum muss ich stark sein?

Wer den veganen Weg geht kriegt immer wieder zu hören, dass es religiös anmutet, fanatisch, extrem. Seit Jahren versuche ich zu erklären, dass die Art, wie wir mit Tieren umgehen, derartiges Leid mit all seinen katastrophalen Folgen in alle Richtungen (Umwelt, Ressourcen, Menschenwohl usw.) das ist, was mich berührt. Es ist kein Glaube, es sind belegte Tatsachen. Wer sich diesen nicht mehr aus lauter Gewohnheit (“Wir haben das immer schon so gemacht”) verschliesst, dem tut es halt nun mal weh, wenn er tagtäglich mit diesem Leid konfrontiert wird. Veganismus ist eine Lebenseinstellung, die schwer nur im eigenen Kämmerchen gehandhabt werden kann. U.a. genau deshalb, weil es zu viele Schnittstellen mit der Aussenwelt gibt, zu oft von extern an einem herangetragen und vorgeworfen wird.

Ich dachte die vergangenen Monate, ich hätte Kraft, mich aktiv der Tierrechtsszene anschliessen zu können. Aber ich habe seither wieder soviel Gegenwind erhalten, dass mir die Luft ausgeht. Nur, was nun? Selbst wenn ich wieder ruhig und still für mich vegan lebe… lassen mich dann auch alle in Ruhe? Und: Wird die Welt für die Tiere dann besser? :-(

Vegane Rüeblitorte

Heideraus, jetzt stelle ich fest, ich habe die supertolle und unglaublich härzig ausschauende und noch besser schmeckende vegane Rüeblitorte noch gar nicht auf dem Blog verewigt, eiei! Also ohne Ei ‘türlich!

Wie neulich schon bei der >> Veganen Schwarzwäldertorte berichtet geschwärmt ist der TIF Topf eine super Gelegenheit, vegan zu backen. Und so machte sich Meisterbäcker Ehemann neulich anlässlich des 4.ten Burzeltages der Tochter an folgende vegane Rüeblitorte inkl. selbst hergestellter Marzipaneinfärbung :-)

>> Vegane Rüeblitorte TIF Topf

Ich lag da bereits müde im Bett und hab am nächsten Morgen dieses Meisterwerk im Kühlschrank vorgefunden – wow! Mega. Und ich weiss nun auch schon, was ICH mir auf Geburtstag wünsch ♥

Vegane Rüeblitorte

Vegane Rüeblitorte

Primatenversuche an der ETH Zürich.

Das Verwaltungsgericht Zürich hat am 20.4.17 die Hirnexperimente mit Rhesusaffen erlaubt. Die Forschenden dürfen nun völlig legal Löcher in Schädeldecken der Tiere bohren. Mit Wasserentzug werden die Tiere gefügig gemacht, um sie dann täglich stundenlang in Primatenstühlen zu fesseln wo sie dann zu Tests gezwungen werden. Am Ende des Versuchs werden die Tiere getötet.

Seit 2009, seit acht Jahren also, wurden in Zürich keine Tierversuche mehr an Primaten durchgeführt. Und nun, 2017 fällt eine so fortschrittliche Stadt wie Zürich ins Mittelalter zurück. Ich bin schockiert.

««Mit fixiertem Kopf werden die Affen gezwungen, jeden Tag während mehrere Stunden mit den Augen Aufgaben an einem Bildschirm zu lösen», schreibt TIR. Für die richtige Lösung erhielten die Tiere ein paar Tropfen Flüssigkeit. Ansonsten würden sie, um sie zur Kooperation zu bewegen, durstig gehalten.»

Wie können wir so etwas zulassen? Wie können wir Menschen hier einfach wegschauen?

Einige hundert Menschen haben gestern hingeschaut und demonstrierten in Zürich dagegen; auch wenn es grundsätzlich zu spät ist. Es sei denn, die ETH würde ihr eigenes Hirn einschalten…

An der Demo wurden 3 Reden gehalten. In der einen wurde erklärt, warum eigentlich so wenig für alternative Forschungsmöglichkeiten getan wird. Wo das Geld herkommt und hinfliesst und wo Subventionen versickern und eben fehlen. Der Grund warum ein Forscher einfach auf das altbewährte – tierleidvolle – Modell des Tierversuches zurückgreift. Traurig.

Die letzte Rede hielt Friedrich Mülln des SOKO Tierschutzes aus Augsburg. Absolut bewegend und schlimm. Er erzählte wie das damals lief, als sie gegen das Max-Planck-Institut in Tübingen vorgingen und mittels verdeckten Recherchen aufzeigten, dass dort keineswegs sogenannte einvernehmliche Versuche mit den Affen vonstatten gehen (was eh nur lachhaft ist wenn es darum geht, Bohrungen durchs Hirn zu kriegen!) sondern das blanke Chaos herrschte. Ein als Pfleger arbeitender Tierschützer hatte die Affenversuche und die Haltung der Tiere im Herbst 2014 heimlich gefilmt. Die Aufnahmen zeigen Affen mit Gehirn-Implantaten, eines der Tiere hat einen blutverschmierten Kopf, einem anderen läuft Spucke oder Erbrochenes aus dem Mund. Tierschützer riefen zu Demonstrationen und Mahnwachen gegen das Institut auf. Als er erzählte, wie er damals dabei war, als die Affen von Mauritius antransportiert wurden (KLM und Air France sind die letzten Passagierfluggesellschaften, welche an diesem Drecksgeschäft weiterhin fleissig Geld verdienen) und wie diese in kleinen Käfigen vor sich hin starrten und zitterten… und wie ihnen dann das angetan wurde was ich gar nicht mehr wiedergeben kann, weil mir sonst die Kotze hochkommt… Dass die Affen regelmässig narkotisiert werden mussten, damit die vielen Wunden etwas heilen konnten. Und die Affen wachen immer wieder im selben Albtraum auf. Mir kamen und kommen die Tränen.

Ich wünschte, ich könnte mehr tun. Ich wünschte, wir Menschen würden unser Herz dafür benutzen, wofür wir es immer als Symbol einsetzen: Für Liebe. Dann wären solche Dinge auf Erden nicht möglich. Weder in Tübingen wie bisher, noch in Fribourg wo es stillheimlich und ohne Proteste bereits möglich ist noch in Zürich wo das Elend jetzt erst anfängt.

Ich bin – einmal mehr – schockiert über die «Spezies Mensch» und möchte eigentlich nicht mehr dazugehören.

>> Demo gegen die Primatenversuche in den ZüriNews

Medienberichte:
>> NZZ Was die Forscher mit den Affen planen
>> NZZ ETH darf Affen Elektroden in die Hirne implantieren
>> Tagesanzeiger «Die ETH ist schuldig, die Uni macht mit»
>> 20 Minuten Protest vor ETH und Uni gegen Affenversuche

Diverse Fotos gibt es auf den folgenden Facebook-Seiten zu sehen:
>> Tier-im-Fokus
>> AGSTG Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
>> Fighting for Animals
>> Aktivismus für Tierrechte
>> acebook Mary-Lu

Meine Schnappschüsse:

Spielplatz am Schützenweg Bern

So, es ist nun doch an der Zeit, die Kategorie “Baby Baby” in “Family” umzutaufen, schliesslich krabbelt hier längst keiner mehr auf einer Spieldecke herum und wird es wohl – so ich hoffe *lach* – auch keiner mehr. Zumindest kein eigener Erdenbürger ;-)

Familie, das Thema schlechthin. Seit 4 Jahren begleitet es mich intensiver als ich je vermutet hatte. Ich bin seit einigen Tagen an einem Blogbeitrag dran, aber ich weiss nicht, ob er nicht zu depressiv rüberkommt und trau mich nicht, ihn online zu stellen ;-)

Familie zu haben bedeutet u.a. sich in eine Welt zu begeben, in der man zuvor (jahrelang) nichts (mehr) verloren hatte. Z.B. Spielplätze! Ich gestehe, ich bin natürlich auch auf diversen Spielplätzen mit meinen Kiddies gewesen, aber ich selber hatte dabei bisher kaum je Spass. Ausser es war eine Begleitung mit bei, die Kids spielten alleine und wir konnten schnädderen :-) Aber sonst?

“Mami was kann ich nun machen?” …Kind, spiel doch einfach!
“Mami hilfst du mir hier rauf.”
“Hier runter?”
“Mami der Bub da…”
“Das Mädel…”

Stress pur! Nicht so neulich am Weekend auf einer für mich ganz anderen Art Spielplatz: Dem Spielplatz am Schützenweg in Bern. Per Tram vom Bahnhof aus bis Spitalacker und dann ein paar Minuten zu Fuss und man ist da (Allmendstrasse 21, 3014 Bern). Das Areal des Spielplatzes am Schützenweg ist immer zugänglich und bespielbar, hat jedoch auch betreute Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 14.00 – 18.00 Uhr (im Dezember bis 17.30 Uhr).

Dieser Spielplatz ist ein Paradies! Er weckt die Neugier und die Kreativität der Kinder viel mehr, als die Spielplätze, die ich bisher kannte. Seht selbst – kriegt ihr da nicht auch Lust mitzumachen… oder zumindest zuzuschauen? :-)

Es hat ein abstürzendes Flugzeug, eine alte Autokarrosserie, viele Velos, Trotinett, Traktor und dergleichen, eine riesige Fläche Sand mit Wasser (was die Kids diesmal noch nicht mal erlickt hatten), Klettermöglichkeiten, Schaukel, Rutschbahn, alte Pnö mit Buddelzeugs u.v.m. Ich bin begeistert! Und war definitiv nicht zum letzten Mal dort.

BEA Bern Expo Messe 2017

Es war ein total spontaner Entscheid, heute den sonnigen Tag zu nutzen und an die BEA zu fahren. Ich wusste nicht genau worauf ich mich einliess, ausser auf viele Leute. Dass es einen Lunapark hatte und schönes Wetter, reichte BabyBoy und mir eigentlich um diesen Ausflug wahrzunehmen. Ja, wir hatten Spass, sehr! Ich als BabyBoy sein Mittagspfüsi machte *lach* und er als er die Karrussells ausprobieren durfte.

Aber es gab auch die andere Seite der Messe. Die mir einmal mehr aufzeigte, dass ich in einer anderen Welt lebe. In einer Blase. Und darin möchte ich eigentlich gerne jeweils bleiben. Wenn ich durch all die Stände mit getrocknetem Fleisch und schmelzendem Käse laufe fühle ich mich fehl am Platz. Wenn ich bei den Attraktionen “Melkwettbewerb” und jede Menge sonstige tierischen “Spässe” lese, vergeht mir selbiger. In Hallen, in welchen bei diesen warmen Temperaturen heute die Menschen keine 5 Minuten drin bleiben wollten, und die diversen Hunde den ganzen Tag (?) darin verbringen müssen, fühle ich mich als Verräter, wenn ich daran vorbeilaufe und wieder an die frische Luft kann. Und spätestens wenn ich nach dem grossen Vorplatz voller Grillständen die härzigen Ferkel anschauen gehe und die Kids betrachte, welche auch alle die Ferkel süss finden – nur um dann draussen mit ihren Eltern Grillgut zu essen, dann… ja dann muss ich einfach weg, ansonsten ich mich vor das nächste Tram werfe. Ich verstehe diese Welt nicht. Ich bin manchmal einfach irgendwie kein Teil davon.

Vegane Schwarzwäldertorte

Ihr alle kennt sicher den “Tiptopf”. Kaum einer, der nicht mit diesem “Kochbuch” seine ersten Schritte gewagt hat :-)
Noch besser als der “Tiptopf” ist jedoch der TIF Topf :-) >> Tier-im-Fokus TIF-Topf
Darin sind die Lieblingsrezepte von TIF-FreundInnen und -AktivistInnen zu finden: Vom einfachen Süppchen zur mehrschichtigen Torte ist eine Vielzahl an Rezepten dabei, die nicht nur den Hunger stillen, sondern auch Neulinge ein für allemal davon überzeugen: Vegan essen ist nicht nur eine gute Sache sondern auch unheimlich lecker!

Ich selber bin ja längst davon überzeugt, aber nach der Schwarzwäldertorte aus dem TIF Topf werdet ihr es auch sein!

>> Rezept Vegane Schwarzwäldertorte

Veganer Kartoffelgratin.

Ich bin keine begnadete Köchin. Eigentlich bin ich sogar gar keine Köchin :-)

Das heisst aber nicht, dass ich mein «Glück» nicht doch immer wieder mal probiere und in der Küche stehe.
So z.B. neulich beim verwerten von nicht mehr ganz frischen Kartoffeln, die sich hervorragend im Gratin machen.

Veganer Kartoffelgratin

Zutaten:
800 g Kartoffeln – schälen und in dünne Scheiben schneiden
1 kleiner Brokkoli – in kleiner Stücke schneiden
1 Zucchini – in dünne Rädchen schneiden
250 ml Sojasahne
50 ml Wasser
1 Zwiebel – klein hacken
1 Knoblauchzehe – pressen oder mit klein hacken
1/2 TL Muskatnuss
1 TL Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch auf dem Boden einer Auflaufform veteilen. Schichten verteilen: Kartoffeln, danach die Zucchini und Brokkkoli und dann den Rest Kartoffeln. Jede Schicht nach Wunsch etwas salzen und pfeffern bzw. sonst würzen.
Sojasahne und Wasser mit 1 TL Salz, etwas Pfeffer und Muskat würzen, verrühren und über dem Gratin verteilen.
Den Gratin nun ca. 40 Minuten in dem auf 200° vorgeheizten Ofen backen.

Veganer Kartoffelgratin

Veganer Kartoffelgratin

Sancho der Kinderfreak.

Sancho ist, was Kinder betrifft, einfach der Grösste. Er liebt die beiden heiss und innig. BabyBel vielleicht noch ein bisschen mehr.
Wenn ich mittags BabyBoy noch in den Schlaf singe und BabyBel im Spielzimmer auf ihre Geschichte wartet, kuschelt sich Sancho meist schon zu ihr ♥

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