Bloglayout: Spruch auswählen bitte!

Ihr Lieben, heute brauche ich Eure Hilfe. Ich möchte ein wenig am Layout ‘basteln’ und dabei habe ich mir überlegt, ob ich eventuell einen anderen Slogan im Kopf meines Blogs eintragen sollte. Der jetzige Spruch gefällt mir sehr gut! Aber es gibt da auch noch andere Favoriten…

Stimmt mit ab:


Erster Einkauf beim Larada-Onlineshop.

Als bisher sehr treue Vegusto-Kunden haben wir nun endlich Larada ausprobiert. Eigentlich der weissen Schokolade wegen, die aber leider just genau dann nicht verfügbar war *mist* Aber gut, auch sonst bietet der Shop jede Menge Leckereien die wir noch nicht kannten und wir haben uns fleissig alles in den Warenkorb geklickt :-) Bei der ersten Bestellung wird erst gegen Vorauskasse geliefert, aber gut, ist ja verständlich und kein Problem.

Larada Shop

Larada Shop

Wenige Tage später war das heiss ersehnte Paket dann da:

Das Paket ist da!

Das Paket ist da!

Viele viele Tofus

Viele viele Tofus

Vleisch-Auswahl

Vleisch-Auswahl

No-Muh-Käse Auswahl

No-Muh-Käse Auswahl

Na, da soll doch einer noch sagen, als Veganer hat man keine Auswahl an Lebensmitteln, oder?
Und, was gluschtet Euch davon? :-)

Leckere Resteverwertung: Gefüllte Peperoni

Dieses leckere Gericht steht zwar im Bereich “Cheesy kocht”, aber das ist schlichtweg gelogen :-)
Das hat mir nämlich meine bessere Hälfte gebrutzelt – aus den Resten die noch da waren.

Leider ist es einige Zeit her (frau sollte den Fotoapparat öfter mal leeren und nicht nur fotografieren :-) ) und was alles drin war, ist nicht mehr genau eruierbar. Aber weil es so enorm lecker war, will ich es Euch trotzdem zeigen *hihi*

Es enthielt: Tofu, Geschnetzeltes (aus Reformhaus Müller), Zwiebeln, Tomatensauce und Gewürze.
Damit wurden die Peperoni gefüllt. Dazu Kartoffeln.

Detaillierter geht nicht – aber ich sag Euch, es war soooo lecker :-)

Bodensee-Ausflug, natürlich vegan.

Wir wollten ein paar Tage verreisen, nicht weit, und wenn möglich umweltverträglich. Mein ökologischer Fussabdruck gibt mir weiterhin zu denken und mein Ziel für 2012 ist es, viel viel weniger zu fliegen!
Nachdem einige Städte, welche per Zug erreichbar gewesen wären, wegen zu langer Anreise oder fehlender Motivation beim einen Teil des Ehepaars ;-) gescheitert sind, suchten wir nach gemütlichen Hotels, die uns einfach für 3 Tage von hier weg entführen würden. Dabei stiess ich auf interessante Websites, in denen umweltverträgliche, biologische oder vegetarische Hotels zu finden sind:

>> Verträglich reisen
>> Biohotels

Gefallen haben uns dabei z.B. Biohotel Schratt welches auf Wunsch auch vegane Küche anbieten würde. Es ist interessant zu sehen, was es eigentlich in dieser Hinsicht für sinnvolle Übernachtungsmöglichkeiten gibt, die man vielleicht auch eher als andere unterstützen sollte? Nun ja, ein ander Mal… denn schlussendlich gelandet sind wir einem schönen, neuen Spa-Wellness-Hotel am Bodensee, zwischen Lindau und Friedrichshafen.

Aber zurück zur Anreise: Natürlich hatte ich mich bereits mit veganen Snacks eingedeckt; ich bin da immer noch etwas ängstlich, dass ich als Veganer unterwegs verhungern könnte ;-) Als wir dann aber unterwegs direkt an einem DM vorbeifuhren, musste ich einfach rein! Wann immer ich Produkte suche erhalte ich entweder hier im Blog oder auf vegan.de die Antwort à la “…kennst du Produkt XY aus DM? … oder gibt es DM bei euch nicht?”. Ja genau, den tollen, sagenumwobenen DM gibt es bei uns nicht *seufz* Aber nun war ich endlich in einem und habe u.a. den oft erwähnten veganen Rasierschaum gekauft. Zumindest hoffe ich, dass ich den richtigen gekauft habe ;-)
Aber natürlich habe ich nicht nur Rasierschaum gekauft, wie könnte man auch in so einem Laden. Der hat echt tolle Sachen – und vor allem auch vegane Leckereien! Wie z.B. diese Knusperkringel oder die Obst-Waffeln, bei denen ich erst gar nicht glauben konnte, dass sie wirklich vegan sind. Sind sie es aber :-)

Leckerer dm-Einkauf

Leckerer dm-Einkauf

Beispiel einer perfekten Deklaration

Beispiel einer perfekten Deklaration

In dem Einkaufsladen nebendran haben wir uns dann auch gleich ein kleines Mittagessen gegönnt: Für mich gab es Salat vom Buffet. Okay, einige Salate scheiden leider neu nun aus weil sie bereits ein Dressing angerührt haben, dass mit Garantie nicht vegan ist, aber die Auswahl reicht eigentlich immer noch. Veganer verhungern also doch nicht so schnell ;-)

Weiter ging es dann nach Lindau. Wenn das Wetter schon so schön war (was es nur noch am Donnerstag bleiben sollte). Lindau ist wirklich sehr härzig, wenn auch wohl im Sommer mit Leuten gut bedient.

Hafen von Lindau

Hafen von Lindau

Später in unserem Hotel angekommen haben wir uns gleich mal einen Tisch für das Abendessen reserviert. Wir hatten zuvor angefragt ob es die Möglichkeit für veganes Essen gibt, und eine entsprechende Bestätigung erhalten. Gespannt gingen wir also essen und ja doch, problemlos gab es zur Vorspeise natürlich einen Salat und als Hauptgang gab es Gemüse aus dem Wok mit Kokosmilch und Tofu.

Der nächste Morgen – Frühstücksbuffet. Grundsätzlich ja eh kein Problem, nur reduzierte Auswahl. Aber wenn ein Hotel auch eine gewisse Auswahl an Früchten bietet, dann reicht doch eigentlich Brot mit Konfitüre und Früchte, nicht? Mir zumindest fehlt da nichts. Und ich weiss, wenn ich wieder zuhause bin gibt es auch wieder Joghurt, Pfannkuchen, Müesli mit Sojamilch usw.

Danach schauten wir uns Ravensburg an und auch das Ravensburg-Museum, welches echt cool gemacht ist. Auch Ravensburg selber ist einen Besuch wert, wenn auch dieser bei schönem Wetter garantiert, naja, eben schöner gewesen wäre :-)

Ravensburg bei Regen

Ravensburg bei Regen

Ravensburg Museum

Ravensburg Museum

Leseecke im Ravensburg Museum

Leseecke im Ravensburg Museum

Einmal mehr wurde meine Angst als Veganer unterwegs zu verhungern als unbegründet bestätigt. In einem kleinen italienischen Café war zwar die Tomatensuppe die ich gerne gehabt hätte eine Tomatencrèmesuppe, aber wie Ihr seht sind wir trotzdem voll auf unsere (veganen) Kosten gekommen:

Antipasti

Antipasti

Bruschetta

Bruschetta

Focaccia

Focaccia

Auch wenn das Hotel sicher noch eine zweite vegane Idee gehabt hätte, so gingen wir am zweiten Abend auswärts in die lokale Pizzeria. Da mir nicht so nach Pizza war (obwohl diese ja grundsätzlich vegan ist, wenn man einfach den Käse weglässt…) habe ich mir einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce bestellt und dazu noch extra Auberginen. Il Signore meinte, es gäbe doch dann die Tagliatelle con Ricotta und Auberginen, aber nachdem ich ihm erklärt hatte, dass ich eben keinen Ricotta will, war die Abänderung der normalen Spaghetti auch kein Problem.

Ihr seht, die kurze Auszeit tat nicht nur zwecks Luftveränderung gut, sie war auch einmal mehr ein Zeichen dafür, dass veganes Leben im Alltag umsetzbar ist. Man muss es nur wollen. Und dass das nicht immer so einfach ist, darüber erzähle ich Euch ein ander Mal…

Wie skrupellos wir Menschen sein könnten… oder eben bereits sind.

2005 erschien ein Film, den ich gestern per Zufall beim zappen entdeckt habe und bei welchem ich hängengeblieben bin:

DIE INSEL

Lincoln Six Echo und Jordan Two Delta leben nach einer globalen radioaktiven Verseuchung, der sogenannten Kontamination, zusammen mit hunderten weiteren Überlebenden geschützt vor der Außenwelt in einer Arkologie. Sie tragen alle die gleiche Kleidung, die Umgebung ist äußerst sauber und sie gehen einer mehr oder weniger monotonen Arbeit nach. Ihr Leben, ihre Ernährung und ihre Freizeit sind stark reglementiert und werden streng überwacht. So wird zum Beispiel Männern und Frauen ein zu enger Umgang miteinander durch ein Kontaktverbot untersagt.

Doch diese sterile Welt ist nur eine Illusion. In Wirklichkeit ist die Erde nicht verseucht; die gesamte Anlage gehört einem Großkonzern unter der Leitung des skrupellosen Dr. Merrick, der dort mit finanzieller Unterstützung der Regierung offiziell auf dem Gebiet der Organforschung tätig ist, tatsächlich jedoch auf Bestellung Klone von Menschen züchtet. Für viel Geld (fünf Millionen Dollar) kann man sich klonen lassen und hat somit ein „Ersatzteillager“ für seine kranken Organe oder man erhält eine unfreiwillige Leihmutter.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Insel_%282005%29

Der Film ist genial und sehr beeindruckend!

Noch beeindruckender finde ich allerdings die Tatsache, dass er sich 1:1 auf unseren heutigen Umgang mit den Tieren übertragen lässt. Genauso wie im Film die Menschen als Produkte gehandhabt werden, die man züchtet um sie (ihre Organe) zu nutzen, genauso halten wir heute Tiere als Ware und beuten sie aus, Schmerz und Leid hin oder her. Wobei… 1:1 stimmt nicht ganz, denn die Menschen im Film werden während ihres Lebens nicht gequält sondern sehr gut ‘gehalten’, damit die Organe in einem tadellosen Zustand sind. Davon ist die Massentierhaltung ja dann doch weit entfernt. Die Parallelen finden sich im schlachten wieder: Wird der topgesunde starke Mann auf dem OP-Tisch aufgeschnitten weil sein “Gönner” seine Niere braucht, stirbt er genauso wie das Tier im Schlachthof. Okay, auch hier… vermutlich noch humaner.

Schockiert denkt sich der TV-Zuschauer: “Was für skrupellose Menschen!” …und tut doch tagtäglich mit seinen Mitgeschöpfen genau dasselbe. Der Film hat mich sehr traurig gemacht – warum wachen wir nicht alle endlich auf und sehen ein, dass es falsch ist was wir tun?


PS: Hier ein Link zum Filmtrailer!

Ich bin wieder da. War ich weg?

Einige haben sich tatsächlich gewundert und mich per Mail angefragt wo denn mein Blog sei. So schön :-)
Aber keine Sorge. Weder ich als Person noch meine veganen Vorsätze sind mit dem Regen der letzten Tage davongeschwommen, nur mein Provider fand wohl irgendwann Sonntagnacht spontan, dass mein Blog zuviele Spameinträge enthalte und hat einfach so mal kommentarlos alles abgestellt. Um das wieder hinzukriegen brauchte es dann 2 Tage Nichtstun und 4 Anrufe meinerseits. Aber gut, ich bin wieder da und in Kürze geht es weiter mit den Fotos meines leckeren Einkaufs bei Larada oder mit Fotos der Ausflüge, die wir nun diese Tage unternehmen. Bis bald – und danke für Eure Treue!

Was DARFST du denn noch essen?

Anders als die Frage “Was kannstdu denn noch essen” (deren Beantwortung hier schön dargestellt wird: >> Zum Blogbeitrag) höre ich inzwischen öfters die Frage: “Was DARFST du denn noch essen?”. Ein kleines anderes Wort und doch inhaltlich gleich so verschieden.

Beim essen können geht man davon aus, dass keine Auswahl mehr vorhanden ist. Naturgegeben quasi.
Beim essen dürfen denkt man sich, dass eine höhere Macht mit einer Bibel da steht und sagt “das nicht, das nicht, das nicht…”. Aber ist das so? Steht die Veganpolizei hinter mir und achtet darauf was ich esse und schreibt mir vor was ich darf und was nicht?

Ihr da draussen, es ist ganz anders: ICH DARF ALLES ESSEN! ICH WILL NUR NICHT :-)
Und das ist der absolut springende Punkt am veganen Leben. Ich verbiete mir ja nichts. Ich habe mich entschieden, keine tierischen Produkte mehr zu mir zu nehmen. Wenn ich will, kann ich. Aber will ich? Will ich all das worüber ich gelesen und schreckliche Videos gesehen habe mit unterstützen? Nein, will ich nicht. Und darum esse ich es nicht. So einfach eigentlich :-)

So, und jetzt hoffe ich, dass mein braver Mann bald vom Einkaufen zurück ist, denn dann gibt es lecker lecker Pizza. Und die schmeckt ohne Käse in der Tat erstaunlich gut und ich muss somit auch auf meine geliebte Pizza nicht verzichten.

PS: Der brave Mann ist voll süss zum “Homeveganer” mutiert und isst zuhause auch Pizza ohne Käse… ohne dass ich ihn speziell darum bitten musste. Immerhin :-)

Kaufst du auch keine Wolle und Seide mehr?

Diese Frage höre ich öfters. Und die Antwort ist ganz einfach: Nein, ein Veganer kauft weder Wolle noch Seide. Natürlich auch kein Leder, aber das ist für die meisten am ehesten verständlich. Beim Thema Wolle beginnt das Augen verdrehen schon leicht (…wer glaubt auch dass die friedlich auf der Wiese vor sich hin grasenden Schafe kein glückliches Leben haben…) und bei der Seide verstehen viele gar nichts mehr.

Zum Thema Wolle hatte ich mich ja bereits geäussert, beispielsweise hier:
>> Über die Grausamkeiten hinter Wolle

Aber warum ist Seide denn mit Tierleid verbunden?

Ich gebe zu, bis ich vor ca. 2 Jahren per Zufall einen interessanten Dokumentarfilm über die Seidenherstellung gesehen habe, hatte ich keine Ahnung. Ich wusste noch nicht mal, dass Seide von Tieren stammt, naiv wie ich bin. Geschweige denn dass Tausende von ihnen einfach lebendig gekocht werden um die Seide zu gewinnen. Es war ein interessanter und schockierender Film zugleich. Dürfen wir Raupen einfach so gedankenlos töten nur weil sie “nur” Raupen sind?

Copyright by Department of Entomology, University of Nebraska-Lincoln

Fakt ist, dass aus dem Ei eine Raupe schlüpft, die sich mehrmals häutet und 30 Tage lang Blätter des Maulbeerbaumes frisst. Anschliessend verpuppt sie sich in einem hübschen Seidenkokon und würde nach 15-20 Tagen als schöner Schmetterling den Kokon verlassen. Würde. Denn bevor das geschieht, man will ja das wertvolle Material nicht zerstört wissen, werden die Kokons “geerntet” und gekocht (Raupe innendrin natürlich inklusive!), weil man die Seide ja eben haben will.

Den damaligen Dokumentarfilm habe ich natürlich nicht wieder gefunden, aber dieses Video hier erzählt die Geschichte der Seidenherstellung auch kurz… auch wenn mir an dem Video nicht gefällt, dass die Tiere selber zu wenig gezeigt werden (…sind ja “nur” Raupen?).

Tja, und das ist der Grund warum ich keine Seidenprodukte mehr will. So einfach, oder nicht?

Auf der Suche nach der (veganen) Grenzlinie.

In meinem Blogbeitrag “Ein veganes Tief” kamen interessante Antworten, vor allem haben sie mich die letzten Tage intensiv darüber nachdenken lassen, wo denn die vegane Grenzlinie wohl liegt. Ich revidiere: Wo meine vegane Grenzlinie liegt. Denn es gibt keine einheitliche Unterteilung wie wir das von Ländergrenzen kennen. Ein jeder definiert den Veganer für sich anders wie es scheint.

So meint z.B. Corinna:

Ich bestelle im Rest. auch Salat mit Öl und Essig ohne das ich weiss, ob der Essig nun zu 100% vegan ist oder nicht.

Oder Jane:

Ich denke auch, dass man vielleicht ein paar Abstriche hinnehmen muss (was die Gelatine angeht zum Beispiel)…Zum Beispiel habe ich zwar sonst keinen Glühwein, Wein oder Sekt getrunken, aber zu Weihnachten bei meinen Ellis schon – auch wenn der vielleicht mit Gelatine geklärt wurde.

Oder Sandra:

Natürlich darf man deswegen bei gesellschaftlichen Anlässen nicht offensichtlich unveganes wie Milch oder Eier essen, aber Wein/Essig etc. finde ich da eher unbedenklich.

Oder Claudi:

ich könnte es nicht mehr mit meinem gewissen vereinbaren, milch zu trinken oder eier zu essen. klar, geht bei einem salatdressing die welt nicht unter. aber nach einem jahr vegan, bin ich mir ziemlich sicher, dass mir total übel davon werden würde.

Oder Ronja:

Am Sylvester war ich bei Freunden zum Essen eingeladen (1 Vegetarier,alle anderen Fleischesser)und es gab Raclette!Natürlich hätte ich den Käse boykottieren sollen…aber ganz ehrlich,wenn ich 1-2 Scheiben davon esse (und nicht 10!und das ganze nur einmal im Jahr!!!)bin ich dann eine schlechte Veganerin???

Oder Roksi:

Aber wenn meine Mutter (Teilzeit-Veganerin) einmal im Jahr nach einem ganz alten Rezept eine Torte macht, esse ich aus Höflichkeit ein gan kleines Stückchen davon. Macht es mich zu nicht-Veganerin?

Nun, ich bin noch nicht lange Veganerin und es mutet vielleicht eingebildet an, aber meine Meinung ist, dass wenn ich etwas derart unveganes wie Käse essen würde, und sei es nur 1x im Jahr, würde ich persönlich mich wohl nicht Veganer nennen. Das ähnelt den Menschen, die sich Vegetarier nennen weil sie nur wenige Male im Jahr Fleisch essen (oder ja nur Fisch *haha*).

Ja das ist eine harte Grenze… Aber genauso wie sich der Vegetarier entschliesst, kein totes Tier mehr zu essen, entschliesst sich der Veganer keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Und etwas derart offensichtlich tierisches wie Milch/Käse/Eier zu sich zu nehmen ohne Zwang, das verstehe ich nicht.

Etwas lockerer sollte ich es vermutlich mit den etwas schwammigeren unveganen Dingen sehen… Essig, Wein, sonstige Getränke. Konsumiert man diese nicht so direkt unveganen Dinge, kann man sich das Leben vielleicht leichter machen. Ich werde es ausprobieren und meine Grenze ein wenig verschieben. Aber sicher nicht weiter als bis zum Essig und dem Wein. Käse, Milch und Eier sind in meinen Augen einfach ein nogo für einen Veganer.

Ein jeder zieht seine Grenze vermutlich anders, für mich ist sie klar vor dem Käse und der Torte. Das macht keinen zu einem schlechteren oder besseren Menschen. Ich lege einfach die Definition des Veganismus etwas härter aus.

Ob ich mich nun an meine eigene klar gezogene (vegane) Grenzlinie auf Dauer halten mag, wird sich zeigen. Sicherlich wäre es einfacher wenn die Grenze weicher wäre. Aber sie wäre dann nicht meine. Also entweder bleibe ich hinter dieser Grenzlinie, oder ich werde mich künftig “nur” noch Vegetarier nennen, der quasi vegan lebt. Wir werden sehen wohin mein Weg mich führt…

Einmal Schublade, die unterste bitte.

Es gibt Menschen, die gibt’s gar nicht. Ich erzähle wie heute geschehen:

Ort: Büro

In unserem Kühlschrank lungern merkwürdige XXL-Chicken-Curry-Nuggets oder ähnliches herum.
Als unser ‘Abwart’ vorbeilief habe ich ihn gefragt, ob die merkwürdigen Dinger ihm sind.
Dies weil wir nicht sicher waren ob die der neulich ausgeschiedene Mitarbeiter hat liegen lassen.
Woraufhin er entgegnet, dass das ja klar sei, dass ich das merkwürdig finde, weil ich es selber ja nicht esse.
Soweit so gut.
Aber dann ging es los:
Seine Freundin hätte ja neulich erzählt sie wolle jetzt kein Fleisch mehr essen.
Und da habe er ihr erzählt, dass er auf Arbeit jemanden hat, der das tut.
Und die sehe ja soooo ungesund aus! Die Nägel ohne Haut, nur noch Knochen.
Und beim Tippen fallen alle Nägel direkt aus weil die so instabil sind und
…lalalablablabla….

Derart unterste primitivste Schublade gab’s jetzt doch ein Weilchen nicht mehr.
Oder ist es womöglich nur seine Angst vor der fleischloslebenden Freundin?
Der Mann dann lieber solche Märchen auftischt nur um sie vom Umdenken abzuhalten?

Traurig dabei: Sie hat es scheinbar geglaubt *augenroll*
Und wir wenn wir Pech haben ihr Möchtegern-Wissen über Vegetarier nun auch weiterverbreiten bei einer sich anbietenden Gelegenheit.

Ja, jetzt wissen wir woher unser Ruf kommt…
Von armen würstchenfressenden Würstchen die Angst vor Vegis haben…