Monatsarchiv

Veggie-Street-Day in Stuttgart.

Ein Strassenfest? Ein veganes Strassenfest? Nichts wie hin, selbst wenn es in Stuttgart ist! Und dank erstaunlich wenig Verkehr bei der Hinfahrt waren wir sogar innert 3h da. Und bald auch schon auf dem Marktplatz in Stuttgart, auf welchem der diesjährige Veggie-Street-Day Stuttgart stattfand.

Erster Eindruck: “Boah gerade erst geöffnet und schon so viele Leute!”
Dieser Eindruck blieb den ganzen Tag, bzw. änderte sich lediglich in “Boah, soviel Menschen die genauso Aliens sind wie ich :-) “. Herrlich!

Als Petrus sich nach einem ersten zögern dann endlich entschloss die Sonnentore zu öffnen wurde es einfach ein richtig schöner Tag: Viel essen und ausprobieren, T-Shirts und Buttons shoppen, Musik hören, Kochshow angucken, Vorträge zuhören und einfach abhängen inmitten lauter Veganer. Herz, was begehrst du mehr :-)

Kaum waren wir angekommen, stupste mich auch bereits jemand an. Crysanthes vom Blog “Liebe in meinem Kühlschrank” hatte mir ja geschrieben, dass sie auch in Stuttgart ist und versprochen, mich anzusprechen, wenn sie mich erkennt. Aber dass das wirklich und erst noch so schnell passiert, damit hatte ich nicht gerechnet :-) Entsprechend war meine Berner Leitung auch erst auf Hochtouren, als Crysanthes bereits wieder das Weite gesucht hatte. Sonst hätte ich ihr eigentlich ihren Gewinn (sie hat mein Gewinnspiel gewonnen) direkt dort kaufen können *hihi*

Danach stürzten wir uns auf den Dönerstand. Ich hatte ja bisher noch nie Döner gegessen und die Chance, nun zu einem veganen Döner zu kommen musste ich ausnutzen. Lecker, aber äusserst schwer zu essen *chch*

Da es bei Regen unter dem grossen Schirm etwas gemütlicher war, schauten wir der Kochshow von Björn Moschinski etwas zu und lernten dabei, wie man Mangolassi macht (Schatzi ist hin und weg und freut sich schon) und warum man mit Öl nicht allzu sparsam sein soll. Generell klangt es recht gut, was Björn so alles anstellt und was er in Mensen organisiert und bewirkt.

Währenddessen schnappte ich mir dann gleich schon mal Nachspeise. Tiramisu war leider kurzfristig ausverkauft, weshalb ich auf den Kuchenstand auswich, was sich aber als super Alternative herausstellte. Äusserst lecker war er, der Walnusskuchen. Und auch der Bananenmuffin.

Nach etwas rumlaufen und mit den Peta Tierli Fotos machen (muss ja sein, schliesslich ist Peta nicht ganz unschuldig daran, dass ich vegan lebe) gab es Dessert Nr. 2: Glacé :-)

Obwohl vermutlich noch ein paar Leute da rumliefen die ich kenne, wenn teilweise auch nur virtuell, so trafen wir ausser Crysanthes nur noch eine Freundin aus Basel mit ihrem Mann und ihren Kollegen und hielten ein kurzes Schwätzchen ab.

Als kleine Auszeit von den vielen Veganern *höhö* lagen wir etwas im Park rum, was mir Zeit gab, meine Beute zu fotografieren: Neue Vegan-Buttons von Roots of Compassion, coole Shirts von Avenging Animals und ein geniales Hanf-Oberteil. Schön oder? Bei Roots of Compassion liebäugelte ich ja lange mit dem süssen Shirt der Kuh, welche entsetzt guckt und fragt: “Waiiit, you eat whaaat???” Aber der Schnitt gefiel mir nicht. Wie mir auch leider die Vegie-Shoes nicht passten.

Als nächstes gingen wir an den Vortrag von Martin Balluch. Ich weiss nicht ob ihr ihn kennt, mir war er bis dahin kein Begriff. Ich hatte zwar zuvor schon von dem Skandal in Österreich gehört, welcher die österreichischen Tierschützer betraf und welche ungerechtfertigt ins Gefängnis steckte, mir waren aber die Hintergründe nicht klar. Martin Balluch ist davon betroffen und erzählte, worum es ging und wie die Polizei und die Justiz in Österreich gegen den Tierschutz arbeiteten. Mir fiel die Kinnlade herunter und ich war und bin immer noch sprachlos. Wer denkt, hierzulande gelten Gesetze und uns passiert nichts – der irrt. Ich habe auch gleich sein Buch gekauft weil mich die ‘Geschichte’ derart beeindruckt hat.

Durstig und hungrig gingen wir zurück zu den Ständen und stellten fest, ohje, da läuft nicht mehr viel. Getränke waren bereits allesamt alle :-( und foodtechnisch einige Stände auch schon ausgeschossen. Aber verhungern tut am Veggie-Street-Day wohl trotzdem niemand ;-) Wir nahmen noch eine Velami-Pizza und mehr per Zufall noch Gemüsetörtchen, deren wir eigentlich nur 2 wollten aber irgendwie bei 4 landeten.

Pappsatt fielen wir im Hotel in unsere Betten. Und meinereiner war echt glücklich: Ein ganzer Tag rund um den Veganismus, mit Produkten um den Veganismus, mit Menschen die so denken wie ich. Die nicht danach fragen, warum ich vegan lebe. Weil sie selber so fühlen und leben. So schön!

Danke Euch allen! Danke an all Euch tolle Menschen dafür, dass es Euch gibt, dass Ihr Euch einsetzt, tagtäglich, im Kleinen, wie auch im Grossen. Es ist schön zu sehen, dass man nicht alleine ist!

16 comments to Veggie-Street-Day in Stuttgart.

  • PD

    Ich freu’ mich sehr für Euch, dass Ihr den VSD (und alles, was damit zusammen hängt) erleben durftet :-) und bin grade ganz schön traurig, dass Destiny & ich nicht dabei sein konnten :-(

  • Mami

    Das schiint jo e tolle Tag z gsi si! Schön und dä toll Hanf-Kapuzepulli, dä gseht so richtig kuschelig us! Toll, dass dr s so guet gha heit mit so vüune nöie Erfahrige unter Gliichgsinnte. Fröi mi ou für di!

  • Ilka

    ” Ein Strassenfest? Ein veganes Strassenfest? Nichts wie hin, selbst wenn es in Stuttgart ist! Und dank erstaunlich wenig Verkehr bei der Hinfahrt waren wir sogar innert 3h da.”

    Ja,ja…Hauptsache mal eben ein bisschen die Luft verpesten und Ressourcen vergeuden, ist ja für einen guten Zweck. Aber dann bitte in Zukunft auch damit aufhören, Fleischesser als Klimasäue zu bezeichnen. Als (hoffentlich) gutes Beispiel für letzteres könnte da die liebe Regine fungieren :

    http://schlachtreif.com/2012/05/29/nobodys-perfect/

  • PD

    Ilka versucht mal wieder dieses wunderbare Blog zu verpesten – wird ihr aber nicht gelingen :-)

    Sie wirkt auf mich so verbittert – ob sie sich wohl selber mag? *g*

  • PD

    Ach, Cheesy: Ich hab’ mich dazu entschlossen, meinen Avatar zu behalten – er passt so gut zu meinem Hellboy-Image :-)

  • Corinna

    @Ilka: 1kg Fleisch entspricht 1600km Autofahrt….
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/nachhaltigkeit/3026269/ein-kilo-fleisch-so-klimaschaedlich-1600-km-autofahrt.story
    Mehr muss ich nicht sagen, denke ich….

    @Cheesy: Gell, hat sich gelohnt doch zu gehen! Ich habe es auch genossen! :-)

  • Ilka

    @corinna : Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich zitiere mal aus deiner Quelle :

    “Eine aktuelle Studie aus Österreich und den Niederlanden zeigt, dass die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch IN BRASILIEN mit 335 Kilogramm CO2 genausoviel Treibhausgase erzeugt, wie eine Fahrt von über 1600 Kilometern mit einem durchschnittlichen europäischen Pkw”

    Aha…IN BRASILIEN…und wenn der Wald dort eben nicht für Weiden abgeholzt wird, dann eben für Anbauflächen für Bio-Sprit. Und mit diesem Bio-Sprit fahren Veganer dann voll ethisch-korrekt durch die Gegend :-)

    Und weiter steht in deiner Studie :

    “Unter den Tierprodukten schneidet in der Studie das Kilogramm NIEDERLÄNDISCHES HÜHNERFLEISCH mit 6,2 Kilogramm CO2 oder 31 Autokilometer am besten ab.”

    Nur 31 Autokilometer für 1 Kilo ? Na, dann werde ich mich mal gleich ordentlich mit Hühnerfleisch eindecken. Soll ja auch gesünder als Rindfleisch sein :-)

    Übrigens wird diese Schrottstudie hier schon seit Tagen auseinander genommen :

    *** ZENSIERT WEIL ICH KEINE LUST AUF WERBUNG FÜR SO ETWAS PRIMITVES HABE ***

  • cheesy

    Ilka, ich bin nicht mit dem Flugzeug dorthin geflogen ;-)
    Übrigens ist mir diese Tatsache durchaus auch bewusst geworden; mit ein Grund warum wir dieses Jahr “nur” mit dem Auto nach Österreich in die Ferien fahren statt fliegen. Du siehst, ich bin nicht abgeneigt gegen Inputs diesbezüglich und setze auch das eine oder andere um. Aber was Autofahren im Vergleich zum Fleisch-/Milchkonsum bewirkt sind Peanuts. Siehe auch – danke Corinna – der verlinkte Artikel. Der übrigens in einem ja sehr renommierten Forum auseinander genommen wird *chch*

    Mami, kuschelig ist der Pulli nicht, aber dafür sonst schön. Mal sehen wie er die erste Wäsche übersteht. Hoffentlich gut :-)

  • Ilka

    Zensieren ist ja des Veganers Lieblingsbeschäftigung. Was ihm nicht passt, wird einfach ausgelöscht…

  • cheesy

    Na Du wirst nur zensiert wenn Du mich Vollidiot nennst oder merkwürdige dubiose Seiten postest. Ansonsten habe ich von Dir nichts zensiert. Bleib mal bei den Tatsachen gell.

  • Mana

    Ganz klarer Fall von Übersäuerung durch Fleischkonsum :) da wird man leicht grantelig :)

    Schön, dass Ihr einen schönen Tag hattet :)

    Grüße aus Norddeutschland ;)

  • Dan

    Ja, der Veggie Street Day war mal wieder ein voller Erfolg. Es hat total Freude gemacht, all die unterschiedlichen Leute zu sehen, die etwas verbindet: Der Spass an der tierfreundlichsten, umweltfreundlichsten und – sofern ausgewogen und sorgfältig geplant – gesündesten Ernährungsform. Schade, dass es dann Leute gibt, die die Freude daran mit unnötigen Angriffen versuchen zu trüben. Man könnte meinen, sie hätten Angst, die Veganer würden ihnen das Steak vom Teller klauen.
    Ich könnte jetzt als Antwort dutzende von Klimastudien verlinken, nicht nur von Vegetarier-Vereinigungen auch von der WHO und anderen Organisationen. Aus Quellen, die glaubwürdiger sind als die zensierte Quelle, welche mir doch etwas voreingenommen erschien. Dass die vegane Ernährung einen grossen Beitrag zum Klimaschutz leistet, ist heute Allgemeinwissen. Da spielt es keine Rolle, wie viele Auto-Kilometer genau wie vielen Kilogramm Fleisch entsprechen. Die Grundaussage ist klar, verständlich und es herrscht allgemeiner Konsens über sie. Unbestritten ist auch, dass Veganer keine Ausbeutung und keine Morde an Tieren in Auftrag geben. Wie viele Tiere ein Veganer damit verschont, ist irrelevant. Dem Veganer geht es eher darum, das System nicht zu unterstützen. Damit ist der Veganismus auch ein politisches Statement gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Es gibt hunderte von Studien, welche belegen, dass weniger Fleisch und ein höherer pflanzlicher Anteil in unserer Nahrung gesundheitliche Vorteile bringen. Ich kenne auch einige Studien, die tierische Produkte direkt mit diversen Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen, Autoimmunkrankheiten und Krebs in Verbindung bringen. Was sollte man also gegen den Veganismus haben? Weshalb verbringt man Zeit damit, diese Lebensweise zu diskreditieren? Der vegan Lebende Mensch bringt der Umwelt, den Tieren und der Volksgesundheit nur Vorteile. Nachteile gibt es für die Allgemeinheit keine. Warum wird also der Veganismus angegriffen? Aus Angst, seine Gewohnheiten und Vorlieben überdenken zu müssen? Ist es das schlechte Gewissen, dass jemanden dazu treibt, in einem veganen Blog negative Kommentare zu schreiben? Warum setzt man sich überhaupt gegen eine Lebensweise ein, deren Ziel es ist, Lebewesen zu verschonen, der Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten und gesund zu Leben? Ist das nicht etwas absurd? Wer setzt sich gegen Nichtraucher ein? Höchstens Leute, die wissen, dass Rauchen nicht gerade sehr sinnvoll ist und Angst haben, man könne sie dazu bringen, ihre Gewohnheiten zu ändern. Könnte es sein, dass die selbe Befürchtung auch bei den Antiveganern als Motor dient? Nun, liebe Cheesy, immerhin zeigen uns solche Kommentare wenigstens, dass wir ernst genommen werden und dass unsere Bewegung für einzelne eine Bedrohung darstellt. Ilkas Beitrag hat mich dennoch auch zu einem Schmunzeln animiert: “Zensieren ist ja des Veganers Lieblingsbeschäftigung” dabei sind es gerade die Veganer, die Missstände ans Tageslicht zerren, welche die Nahrungsmittelindustrie zu vertuschen versucht.
    Ich werde mich nun gerne wieder etwas zurückhalten und die positiven toll geschriebenen Blogeinträge hier geniessen. Vielleicht werde ich auch die Kommentare mal wieder beachten, wenn ich Lust darauf habe, mich ab den Trotzreaktionen einer Antiveganerin zu amüsieren.

  • cheesy

    Danke Dan! Besser könnte ich es nicht ausdrücken.

    Die Beantwortung der Fragen, die Du Dir stellst, wäre ja eigentlich interessant! Werden uns aber wohl nur nie ehrlich beantwortet werden ;-)

  • [...] Buttons zieren zudem meine Tasche, klein, aber fein, gekauft am >> Veggie-Street-Day in Stuttgart. Und bald sollten sich diese sogar noch vermehren, PD sei dank Meine [...]

  • [...] letzten Abend stand der Besuch in Björn Moschinskis Restaurant an. Moschinski? Genau der vom >> Veggie Street Day in Stuttgart mit den veganen Kochbüchern, der Veganisierung von Schulkantinen [...]

  • [...] passen bereits wieder. Und das trotz einer nährhaften Woche! Schliesslich war am Sonntag der >> Veggie-Street-Day in Stuttgart und abnehmen hin oder her, an so einem Anlass darf man nicht mit Punkten geizen Ich und mein [...]

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