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Berlin Reisebericht 2007

Meine Berlin-Themen:


 

18.-22. Januar 2007

Nun. wie komme ich dazu, ganz allein zu verreisen und das erst noch in einer Jahreszeit wie Januar? Die Geschichte ist schnell erzählt: Ich habe eine neuen Job per 1.2. und vorher noch ein paar Tage unbezahlte Ferien. Da mein Freund jedoch nicht soviel freinehmen konnte oder wollte, überlegte ich, was mir denn alleine Spass machen würde. Und da fiel mir eigentlich nur Berlin ein.

Gesagt. Getan. Gebucht.

Und so war ich für 5 Tage, 4 Nächte Teil des Big City Life und möchte Euch hier von meinen Erlebnissen auf den nasskaltwindigen Strassen Berlins erzählen...

 

18.1.07

Gähn, warum muss man für Ferien immer so früh aufstehen? Aber ich hatte ja liebe Begleitung im Bus und Zug, zumindest bis Wiedikon. Danach fing mein Solotrip an...

Zürich Flughafen ist die Hölle!

Ich weiss nicht, wann sich das gewandelt hat, aber ich finde den Zürcher Airport nicht mehr ein Vorzeigebeispiel wie früher. Denn die massiv lange Schlange in Gate E, die auch rechtzeitig eingetroffene Fluggäste in Verspätung bringt, ist ein Greuel. Ich war sowas von froh, als ich doch noch rechtzeitig – und ohne Aufruf meines Namens - im Flieger sass.
Dass uns einige Windböen etwas rumschaukeln werden, war ja noch eine gewohnte Aussage. Aber als der Kapitän meinte „let see what happens“, das war dann doch etwas arg. Apropos, warum muss ich vor dem lautesten Schwätzer im ganzen Flieger hocken?

Nasses Berlin

Der Wetterbericht, den ich zuhause gesehen hatte, log leider nicht. Es regnete beim ankommen und sollte nur noch schlimmer werden. Aber zuerst wurde ich vor allem innerhalb der Kleidern nass, denn ich schwitzte mir n' Ast ab mit meinem viel zu schweren Gepäck. Ich erinnere mich jetzt, warum es sonst so schön ist, Gögi dabei zu haben... ich stopf ihm immer die schweren Sachen in sein Gepäck :-)

Als ob das nicht schon gereicht hätte, wollte Berlin mich scheinbar schikanieren. Mein Hotel würde eigentlich ganz gut in der Nähe von zwei verschiedenen U-Bahn-Stationen liegen. Aber genau in dem Ecken muss natürlich heftigst umgebaut werden. Nur hat mir das keiner gesagt und ich hab mit dem Tonnending von Hotel Delta BerlinRucksack einige Sonderrunden gedreht * schmoll * Das einzig gute daran: Zwei Berlinerinnen haben mir gezeigt, dass auch Berlinerinnen sehr aufmerksam und zuvorkommend sein können. Immerhin.

Hotel Delta, Pohlstrasse

Beim U-Bahnhof Kurfürstenstrasse gleich um die Ecke liegt die Pohlstrasse und da steht das 3-Sterne-Hotel Delta. Das Foto hier ist von deren Website, ich hatte es weniger gelb und freundlich (von aussen) in Erinnerung. Ansonsten aber sehr netter Empfang, kleines aber feines Zimmer, Bad, TV und WLAN (kostenpflichtig). Ich legte mich hin und war im Nu in komischen Träumereien. Während es draussen regnete und regnete, versuchte mein Kopf von den letzten Tagen Arbeit und den sonstigen Sachen Abstand zu nehmen... war echt strub. Ich entschied mich dann also doch, draussen nass zu werden als innerlich mich selber weiter zu verwirren. Also ging ich, raus in die grosse weite Welt...

Einmal Mitte und zurück

Ich wollte eigentlich zum Zoo hoch spazieren, aber da nebst Regen auch noch Wind dazu kam, wäre mein Schirm höchstens in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Also doch U-Bahn. Am Ku'damm spazierte ich ein wenig rum und kassierte die ersten Regentropfen. Im Europa Center musste ich leider der „Aktion Tier“ absagen – ausnahmsweise war ich auf der Seite derjenigen, die sagen müssen, 'sorry, bin Ausländerin'.

Der 100er Bus wäre ja immer noch sehr praktisch zum Sightseeing, aber beim Regen ist doch die ganze Scheibe so angelaufen * hmpf * Am Alex ging ich in den Kaufhof shoppen und verliebte mich in eine Ampelmännchen-Tasche, die aber eigentlich zu teuer ist... der ich dann aber bei einem weiteren Besuch doch nicht widerstehen konnte * grins *

Unter den Linden war ich dann in den typischen Berlin-Souvenir-Läden und hab mir einen neuen Schlüsselanhänger und eine nette Berliner-Mütze (siehe obiges Foto) gekauft. Auch sehr praktisch bei dem Höllenwind. Rund um unter den Linden / Brandenburger Tor ist ja auch eine Baustelle. Eine neue U-Bahn-Station wird aus dem Boden gestampft.

Brandenburger Tor Brandenburger Tor Potsdamer Platz

Von den ganzen anschliessenden Hin- und Herfahrten möchte ich nicht näher berichten. Kurz gesagt: Immer wenn ich wo aussteigen und was machen wollte, kamen stürmische Grüsse mit einer derartigen Feuchtigkeit, dass ich lieber wieder zurück in die Bahn bin. Elend. Naja, ich musste ja die Zeit bis 18.10 Uhr überbrücken, da ich dann am Hausvogteiplatz mit zwei Mädels aus dem MietzMietz-Forum zum Essen verabredet war.

Während ich darauf wartete, dass die Zeit voranschritt, tat der Sturm dasselbe. Ich kriegte auch das erste Mal mit, dass es sich ernsthaft um einen Orkan handelt. Das war dann auch der Grund, warum das Abendessen verschoben wurde und jetzt im Nachhinein bin ich auch sehr froh, einfach im warmen und trockenen im Hotel zu sitzen. Und in Sicherheit! Und gestärkt mit Leckereien ausm Kaufhof * hihi * So machte ich es mir gemütlich, guckte fern, übte mich im WLAN, mailte, ass und liess es mir eigentlich ganz gut gehen.

Tzatziki Tzatziki

 

19.1.07

Der Nase nach…

Potsdamer ArkadenIch schlief erst mal fett aus, schliesslich sind Ferien ja auch dazu da. Als mich mein Hunger dann doch raus trieb, ging ich zum Potsdamer Platz wo ich mich in den dortigen Arkaden lecker mit Quiche verköstigte.

So gestärkt machte ich mich auf die Suche nach dem V.I.B.-Haus (aus der Serie "Verliebt in Berlin", welches übrigens nicht, wie das in der Serie gerne gezeigt wird, am Potsdamer Platz steht, sondern in einer hässlichen Hinterstrasse (Charlottenstrasse) der Kochstrasse (da wo der Checkpoint Charlie ist). Die farbigen, für das Haus so typischen Rollläden waren aber an einem Regentag wie diesem nicht unten, so dass das Haus generell sehr anders wirkte. Dennoch witzig es live zu sehen.

Verliebt in Berlin Haus Verliebt in Berlin Haus Verliebt in Berlin Haus Verliebt in Berlin Haus

Lafayette Berlin

Nachdem ich es die letzten Male nicht gefunden hatte, war die Galerie Lafayette jetzt doch noch fällig. Schön anzusehen, weniger schön um einzukaufen. Zumindest für mich.

Erinnerte mich generell ein wenig an Globus. Vor allem die 'Futterecke' im Untergeschoss ist lecker - aber eben auch kaum zahlbar.

 

Da der Regen ausnahmsweise eine kurze Pause machte, liess ich meinen Beinen freien Lauf und ging Bebelplatzeinfach der Nase und der Lust nach. Das führte mich dann u.a. zum Bebelplatz (Humbold Uni) und zur HedwigkathedraleHedwigskathedrale, deren offene Tür mir Mut machte, sie von innen anzusehen. Schön, echt schön! Aber auch schräg, weil sich da nicht mancher Tourist hineinverirrt und nebst mir lediglich 2 Leute drin waren; 1 davon am beten und der andere Bestandteil des festen Mobiliars der Kathedrale * grins *

Der Bebelplatz ist übrigens aus folgendem Grund berühmt:
(Quelle www.berlin-tourist-information.de)

Am 10.5.1933 war die Anlage Schauplatz der "Bücherverbrennung" der Nationalsozialisten, bei der die Werke von Heinrich und Thomas Mann, Erich Kästner, Stefan Zweig, Heinrich Heine, Karl Marx, Alfred Kerr, Kurt Tucholsky und zahllosen weiteren Schriftstellern in die Flammen geworfen wurden. An dieses Ereignis erinnert seit 1995 das Denkmal von Micha Ullmann, eine in den Boden eingelassene Bibliothek mit leeren Regalen, die durch eine Kunststoffscheibe von oben betrachtet werden kann.

Bebelplatz Bebelplatz Humbold Universität

Weiter gings Richtung Berliner Dom wo ich mir nun auch noch live das Skelett des Palastes der Republik anschauen konnte. Am Abend sollte mir Andy dann auch erklären, warum das Teil nicht einfach so einfach weggemacht werden kann. Nämlich weil es mit dem Dom in einem Insel-Gleichgewicht stünde und der Dom Schaden nehmen würde!

Palast der Republik Berliner Dom Berliner Dom
Palast der Republik Palast der Republik Palast der Republik

Nun nach rechts einbiegen und, natürlich wie immer ein Muss, „meiner“ Jungfernbrücke kurz salü sagen gehen. Also ersteres Foto ist natürlich nur der Blick von rechts, die letzteren beiden erst die letzte Zugbrücke Berlins.

Schlossbrücke Jungfernbrücke Jungfernbrücke

Dann war ich beim Alex, wo ich mir eben die coole Tasche gönnte und fuhr anschliessend auf Umwegen nach Hause um mich frisch und fit zu machen für mein Date mit Andy (für diejenigen die es nicht wissen: Andy war meine erste grosse Liebe anno 1993/1994, und ja, er ist aus Berlin und ja, ich war damals auch in der Schweiz und ja, es war eine Distanzbeziehung – noch Fragen? * grins *).

Andy-Abend

Kurz nach halb 6 traf ich Andy am Alex und wir hatten einen echt schönen Abend! Andy war zuerst etwas frustriert ab der Tatsache, dass ich all die Dinge schon kannte, die er mir als Geheimtipp verkaufen wollte (Brandenburger Tor bei Nacht, die neue Gedenkstätte usw.). Also waren wir bei der Museumsinsel etwas spazieren (oder uns rumwinden lassen muss ich wohl eher sagen), ich zeigte ihm die Hedwigkathedrale (von aussen), da er mir nicht glauben wollte, dass da wirklich eine steht * grins* und quatschten. Anschliessend fuhren wir lecker mexikanisch essen, bzw. lecker trinken. Bevor wir aber weitertrinken konnten, mussten wir sein Auto zurückbringen. Frau hätte ja sonst keine Freude, wenn das Auto irgendwie mitten in der City stehengelassen wird, wenn sie es am nächsten Morgen brauchen * fg *

Retour am Alex gingen wir auf den Fernsehturm; einfach immer wieder schön, die nächtlich glitzernde Stadt von oben anzugucken!

Da Andy am verdursten war * grins * liefen wir los in die Oranienburger Strasse und gingen lecker Cocktail schlürfen und über alte, aktuelle und neue Zeiten quatschen. Ich war echt (absolut positiv) erstaunt, wie viel wir uns zu sagen hatten! Super! Aber auch der schönste Abend hat ein Ende und so liefen wir noch ein wenig rum um dann am S-Bahnhof Friedrichsstrasse eine S-Bahn zu erwischen, die uns nach Hause fährt. Also natürlich jeder in sein eigenes Zuhause, Andy allerdings auf Umwegen, da er so flott war, mich noch ein Stück zu begleiten. Irgendwann nach 3 Uhr war ich im Hotel. Müde aber zufrieden mit dem Tag (und der Nacht * lol *).

 

20.1.07

Mietzmietz-Mädels

Erstmal natürlich laaange schlafen. Und schlafen tut man hier wirklich nicht schlecht. Dann ass ich die Reste 3D-Brillevom Tzatziki und musste auch bald schon los. Treffpunkt Potsdamer Platz mit den Mädels aus dem Mietzmietz-Forum.

Jana, Katharina und ich gingen ins 3D-Kino „Galapagos“ gucken. Hach ja, wir sollten auch ein 3D-Kino haben, das ist halt schon was feines. Und nein, das hier ist kein Alien aus einem der Filme und wirkt deshalb so real, das ist nur meine Wenigkeit mit der unbequemen 3D-Brille :-)

Nach dem Film liefen wir zur neuen Nationalgalerie, wo wir auf Anett trafen. Da hat diese übrigens den Spruch des Tages (des Urlaubs?) hingelegt. Sie hatte ja zuvor noch gross frecht gemeint, dass doch Schweizer alle langsam sind und als ich ankam und was sagte, meinte sie als erstes, ich solle doch bitte langsamer reden *hihi* Aber das beste kam danach: Fragt sie mich doch voller ernst, ob ich nicht auch Hochdeutsch reden könne! Neue NationalgalerieUnd das WAR schon mein Hochdeutsch, das ich da zum Besten gab! Ja, der war echt fies! ;-)

Foto-Quelle: www.neue-nationalgalerie.de

Nun taten wir uns eben etwas Kultur an. In der ganzen Ausstellung Neue Nationalgaleriefanden wir doch tatsächlich EIN Kunstwerk, das uns gefiel. Und eines, das uns beschäftigte. Wie hiess das gleich noch mal? Frau, Schatten und Ko-Mmender? Nur, wer oder was ist ein Ko-Mmender? Tja... Katharina löste das Rätsel auf: Ein Kommender :-) D.h.so ein halber Mensch der ins Bild latscht * grins * Das da drüben ist übrigens Jana am Kunst bestaunen - oder belächeln, je nachdem ;-)

Kunst macht hungrig, endlich war der Thai dran. Und der war wirklich echt lecker!! Also natürlich das Essen vom Thai, nicht der Thai selber * lach * Und für uns Schweizer ist es einfach immer wieder schön, wie preiswert man so exotisch essen kann. Hier links ist Katharina am Essen aussuchen und ich im Hintergrund. Und auf dem rechten Foto sieht man die ganze Truppe (v.l.n.r.): Cheesy, Katharina, Anett und Jana.

Mietzmietz Treffen Mietzmietz Treffen

Anschliessend wären die Mädels fast noch zu einer Comedy am Kudamm zu überreden gewesen, aber es war ihnen leider zu teuer. Schade, wäre gerne hingegangen, aber versteh das natürlich. Wenn man für unter EUR 20.- lecker Thai essen kann, sind Karten à EUR 40.- echt viel. Also gingen wir noch was trinken und quatschen und gegen 22 Uhr war ich im Hotel, telefonierte mit Gögi und versuchte warm zu werden (die Kälte in der Beiz war echt hartnäckig).
Da ich noch schön Zeit hatte, gab's noch ein paar Innen-Schnappschüsse des Hotels und von mir Aussen-Schnappschüsse *lach* Das wirklich coole an dem Hotel ist ja, dass es total zentral liegt (zwischen Kudamm und Potsdamer Platz), aber dennoch in einer echt ruhigen Seitenstrasse. Ich muss sagen, es war um einiges ruhiger als hier zuhause! Tragisch...

Cheesy Hotel Delta Hotel Delta

 

21.1.07

Ein langer Tag fängt an…

Das erste Mal habe ich es vor 11 aus dem Hotel geschafft. Es schien aber auch die Sonne! Gut, 2-3 Strahlen versuchten durch die Nebeldecke zu drücken, aber immerhin, grins. Ich ging also zum Tiergarten an den Trödelmarkt um meiner Sammlung an Postkarten etwas Nahrung zu besorgen. War aber nicht so der Hit, da die meisten es nicht für nötig finden, ihre hunderttausend alten Postkarten nach irgendeinem System zu sortieren und ich mir nicht mühsamst diejenigen aus Berlin raussuchen wollte. Mit einem Schatz von 12 neuen (alten) Karten trödelte ich also weiter und erkannte ein Kunstwerk wieder, dass ich am Tag zuvor in der Nationalgalerie angeschaut hatte. Witzig.

Weiter gings zum Hauptbahnhof, Ziel Frühstück. Scheinbar genau rechtzeitig, denn so wie ich von Andy abends hörte, war er am Nachmittag des Windes wegen wieder geschlossen. Jaja, der teure neue Bahnhof macht sich schon ein wenig zum Gespött. Da ist er erst so kurz mit viel Pomp eröffnet worden, schon fällt ihm beim Orkan ein Stahlträger herunter und wird vorübergehend nun immer ab Windstärke 8 wieder geschlossen! Nun wie gesagt, ich war rechtzeitig da, shoppte, machte nett Fotos (schön ist er ja) und frühstückte.

Berlin Hauptbahnhof Berlin Hauptbahnhof Berlin Hauptbahnhof
Berlin Hauptbahnhof Berlin Hauptbahnhof Berlin Hauptbahnhof

Voller Motivation für einen Spaziergang empfing mich draussen Wind und Regen. Na super… Also ein paar Fotos in jede Richtung und schnell wieder rein!

Regierungsviertel Berlin Regierungsviertel Berlin Regierungsviertel Berlin

So schaut der neue Bahnhof nun übrigens aus, zumindest ein Teil davon, denn er geht ja rechts auch noch weiter (Foto ist zusammengesetzt, darum die Farbunterschiede). Als wir 2005 in Berlin waren, haben wir ja miterlebt, wie einige Teile anmontiert wurden. Wer mag kann das nachlesen: Reisebericht 2005.

Ehemals Lehrter Stadtbahnhof

Ich ging weiter zum Alex, bzw. wollte ich bei den Hakeschen Höfen noch raus. Aber es windete wieder orkanmässig, so dass ich nur das gewünschte Foto des für mich sehr schönen Bahnhofes und der Hakeschen Höfe von weitem machte und mich dann schnell wieder unters schützende Dach mümmelte.

S-Bahnhof Hakescher Markt Hakesche Höfe
S-Bahnhof Hakescher Markt

Weiterfahrt zum Alex und runterspazieren in Richtung Sea Life, wohin ich der Nässe wegen hin wollte. Also eigentlich wegen der Nässe draussen, nicht der Aquariumnässe wegen, lol.

Fernsehturm Marienkirche
Alexanderplatz Nikolaikirche

Ab in die Tiefsee

Obwohl das Sea Life total neu ist, ist es für die Tiere leider nicht gerade eine Augenweide. Viel zu kleine Becken mit viel zu wenig schlauem Inhalt, traurig.

Sea Life Sea Life Berlin Sea Life Berlin
Sea Life Berlin Sea Life Berlin
Sea Life Berlin Sea Life Berlin Sea Life Berlin
Sea Life Berlin Sea Life Berlin
Sea Life Berlin

Gegenüber des Sea Life’s befindet sich ein ebenso neues Hotel, in dessen Innenhalle ein riesiges Aquarium über den Köpfen der Besucher schwebt. Wer ein Ticket vom Sea Life hat, kann nun mit einem Lift direkt durch dieses Aquarium fahren und sich von Fischen umkreisen lassen. Das hat schon was.

Sea Life Berlin Sea Life Berlin Sea Life Berlin
Sea Life Berlin Sea Life Berlin

Auftauchen

Der Regen hatte in der Zwischenzeit leider noch nicht nachgelassen und auch eine Kaffeetasse und ein paar geschriebene Postkarten später, sah es immer noch grau in grau aus. Also ab ins nächste Museum und zwar das DDR-Museum gleich um die Ecke. Klein und eigentlich auch ganz nett, nur war ich leider nicht die einzige, die diese Idee hatte und somit war es viel zu voll gestopft. Aber rein von den Informationen her und von der Art, dass man vieles berühren, anhören und anschauen konnte, war es nicht schlecht.

DDR-Museum DDR-Museum DDR-Museum DDR-Museum

Etwas später kam ich also wieder raus und ja, genau, es regnete immer noch. Wohin? Gut, mal bisschen den Berliner Dom finanziell unterstützen und ein wenig durch dessen Gänge wandeln.

Abriss Palast der Republik Abriss Palast der Republik
Berliner Dom

Wer übrigens genau wie ich das Gefühl hat, dem Dom fehle obenauf doch etwas, dem "lese" ich jetzt mal den Handzettel vor, den ich im Dom gefunden hatte:

Kreuz zeigen!

Anlässlich der zunehmenden Unwetterhäufigkeit mit Sturm und starkem Regen wurden im August 2006 alle Dachaufbauten sowie die Kuppel des Berliner Doms einer Inspektion unterzogen. Dabei wurden gravierende Rostschäden an der vergoldeten Laternenbekrönung als auch am daran befestigten Kreuz festgestellt. [....] Die Abnahme der Laternenbekrönung noch vor dem Wintereinbruch war daher dringend geboten. Die insgesamt 15m hohe und 11t schwere Laternenbekrönung wurde am 6. Dezember 2006 mit einem Autokran abgenommen und an der Nordwesteecke des Domes abgestellt.
Mit der Erstellung und Wiedermontage einer dauerhaften Konstruktion kann führestens im Herbst 200 gerechnet werden. Die Gesamtmassnahme wird ersten Schätzungen zufolge auf mindestens 700'000 Eure brutto veranschlagt [....].

Berliner Dom Berliner Dom
Berliner Dom
Berliner Dom
Berliner Dom Berliner Dom Berliner Dom
Berliner Dom Berliner Dom

So ging der Nachmittag um und bald war es Zeit, weiterzureisen. Ich war nämlich eingeladen, Anetts zuhause auf der Halbinsel Stralau zu besichtigen und Freund und Kater Bruno kennenzulernen.

Zu Gast bei Freunden ;-)

kater brunoLeider war es nicht nur dunkel, es war auch windig wie nix, daher hab ich nicht so arg viel von Stralau gesehen, wie ich gerne hätte. Naja, muss ich mal im Sommer hin, oder? Dafür war das sonstige Treffen echt nett und Kater Bruno in live noch süsser als auf Fotos. Aber klar, gegen Stitch kommt natürlich keiner an * tröim *

AndyGegen 19 Uhr kam mich Andy netterweise dort abholen – irgendwie klang die Bus- und Fussverbindung für mich doch etwas zu kompliziert, vor allem im dunkeln. Bin doch nachtblind. Gell Andy :- )

Wir fuhren zu dem von Andy bereits erwähnten Schweizer „Restaurant“ namens Chüechliwirtschaft. Ähm naja, ich kann mir nicht vorstellen, dass man in der Schweiz einen Ort wirklich so benennen würde, aber in der Fremde hat man Narrenfreiheit, nicht wahr? Zweck dieses Besuches war wohl weniger der Genuss der echt leckeren Crepes, sondern ich sollte für Andy rausfinden, ob es sich hierbei nun wirklich um Schweizer handelt oder nicht. Nach 2 Crepes, einer Bündner Nusstorte und einer netten 1st loveFotosession (wo Andy mit seinem Gesicht nie zufrieden war, dabei ist er doch so ein hübsches Kerlchen) fanden wir dann raus, dass der komische Vogel selber kein Schweizer ist, aber seine noch komischere Frau. Kanton Schwyz. Eh ja, vermutlich eine Schwester der Muotathaler Wetterfrösche * lach *

Nach einem leckeren Cocktail in irgendeiner Dachbar und netter Unterhaltung (nicht nur durch den vorbeilaufenden Schreiner, sondern tatsächlich durch Andy) war auch dieser Abend leider zu Ende * jammer * Ich hasse Abschiede… Wobei ich natürlich auch weiss, dass es nicht auf immer sein wird. Denn wenn wir es jetzt doch tatsächlich schon seit 13 Jahren geschafft haben, in Kontakt zu bleiben (wenn auch mal reger mal weniger), denn klappt das auch weiterhin ;-)

 

22.1.07

Der letzte Tag

Nicht nur ein Abend hat ein Ende, ganze Ferien sollen bekanntlich schon zu Ende gegangen sein. So auch meine. Morgens war ich mit packen und mit auf den Rucksack hocken, damit er doch noch zu gemacht werden konnte, beschäftigt. Das Gepäck liess ich im Hotel und machte mich ein letztes Mal auf den Weg, um Berliner Luft einzuatmen. Dabei stellte ich auch fest, dass ich eine gute Metro-Bus-Verbindung zum Potsdamer Platz gehabt hätte, bzw. dass ich da durchaus sogar zu Fuss hätte hinlaufen können. Naja, im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber eigentlich ging es ja auch ganz gut mit der U-Bahn. Dadurch, dass die U-Bahn-Linien 1 und 2 am umbauen waren und es deshalb die Nr. 12 gab, hielten glaub ich viel mehr S-Bahnen an meiner Haltestelle. Und wo ich wie umsteigen musste, den Dreh hatte ich eh bald raus. Ich wurde sogar einige Male selber um Rat gefragt * hihi * Ich weiss allerdings nicht, ob die Leute diesen dann auch befolgt haben oder sich dachten „wat für ne Frechheit sich der Touri da rausnimmt, mir zu zeigen wo et langjeht…“.

Zurück zu den Unternehmungen des letzten Tages. Ich fuhr zum Potsdamer Platz und gönnte mir erneut einen 3D-Film (Safari). Btw: Wer in dem 3D-Kino hockt und darauf wartet, dass der Film startet, wird mit Hinweisen einer sehr gruseligen Stimme in die Geheimnisse des Kinos eingeweiht. Man weiss gar nicht, ob man sich nun freuen oder gruseln soll! Ich hab versucht, das mit dem Handy aufzunehmen:
Imax, amr-Sound-Datei, 15 KB

Potsdamer Platz Potsdamer Platz Potsdamer Platz
Potsdamer Platz Potsdamer Platz Potsdamer Platz

Anschliessend setzte ich mich in den 200er Bus ohne genau zu wissen, wie dessen Strecke ist und blieb am Alex mutig sitzen um festzustellen, dass er mich sogar genau in die richtige Gegend brachte. Klasse! Ich stieg sogar genau da aus, wo ich hin wollte. Gut, ich wollte an dem Tag eigentlich nicht dahin, hatte den Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain aber eigentlich auf meinem Programm gehabt. Und nun stand ich direkt davor – uns trennte nur ein Gitter mit einem Schild, das Betreten verbot. Bäh!

Märchenbrunnen Märchenbrunnen Märchenbrunnen

Erstmal also frühstücken (am Mittag) in einem kleinen Café dort an der Ecke. Gestärkt machte ich mich dann zu Fuss weiter auf den Weg Richtung Kollwitzplatz. Man muss die Gunst der Stunde nutzen, die bedeutete, dass es ausnahmsweise mal trocken war und einem nicht gerade wegfegte. Ich lief ein wenig rum und bemerkte einmal mehr, dass man in Berlin einfach mal irgendwohin kann und immer an Sehenswürdigkeiten stösst. Seien es Kirchen, deren Namen man zwar nicht kennt, die aber imposant aussehen, oder an Bauwerke, an denen sogar eine lange Erklärung steht. Wie z.B. der Wasserturm. Berlin macht genau deshalb einfach Spass!

Berliner Kirche Wasserturm Wasserturm Wasserturm
Kollwitzplatz Kollwitzplatz Kollwitzplatz
Kollwitzplatz Kollwitzplatz U-Bahnhof Berlin

Als ich langsam nicht mehr gehen mochte und es sowieso kühler wurde, fuhr ich zur Schönhauser Allee und shoppte im dortigen Shoppingcenter, trank Kaffee, las und überbrückte die Zeit, bis es sich nicht mehr verleugnen liess, dass das Ende meines Urlaubes nun angekommen war.

Also gings retour zum Hotel, Gepäck holen, stöhnen, schleppen, stöhnen, U-Bahn-Fahren, Bus fahren, einchecken, abwarten, losfliegen, ankommen. Apropos ankommen: Wie mich mein Arbeitskollege aus Belgien ja schon darauf aufmerksam gemacht hat, habe ich in der Metro, die einem vom Flughafen-Eingang zum Gate E bringt, gut gehorcht und bin erschrocken, was da für Hintergrundsound läuft. Wer in Zürich ankommt und noch nie in der Schweiz war, kriegt gleich das typische Bild der Schweiz übermittelt: Alle können jodeln, jeder hat eine Kuh und überall glockts oder muuhts! Ich hab das mit dem Handy aufgenommen und wenn Ihr den Lautsprecher laut macht, hört ihrs!
flughafenmetro, amr-Sound-Datei, 35 KB

 

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So schnell gehen ein paar tolle, aufregende, nasse, windige, spannende Tage vorbei.

Ein Danke geht an die Mietzmietz-Mädels für die nette Unterhaltung!
Ein Dankesküsschen geht an Andy für die beiden schönen Abende!
Und ein spezielles Merci natürlich an meinen Schatz, der mich gehen lassen, abgeholt und sich alles brav angehört hat, was ich so erlebt hab * g *

Berlin, mehr als nur eine Reise wert!

 

 © by Cheesy

 


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