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Kreta, Hotel Irini Mare, Agia GaliniDas Hotel Irini Mare sprach uns beide auf Anhieb an. Es lag im Süden der Insel (wo wir dieses Mal hinwollten), hatte super Hotelbewertungen und Vegetarier kämen essenstechnisch nicht zu kurz. Letzteres war effektiv der Fall, beim Rest... nun ja... Vielleicht war es auch schwierig unsere zwar reduzierten aber vielleicht immer noch hohen Erwartungen aufgrund des letzten Urlaubes (Flitterwochen auf Mauritius) nicht zu enttäuschen.
LageDas Hotel Irini Mare liegt im Süden Kretas, ca. 15 Minuten Fussmarsch weg vom Dorf Agia Galini. Der Transfer vom Flughafen zieht sich somit dahin, was vermutlich auch der Grund ist, warum die meisten Leute direkt im Norden bleiben. Da unser Transfer noch jemanden in Matala absetze, waren wir auf dem Hinweg gute 1,5h und auf dem Rückweg über 2h unterwegs. *uff* Agia Galini ist ein kleines Dorf und eher beschaulich. Wer Party sucht, geht sicher nicht dorthin. Aber das war auch nicht unsere Absicht. Wir wollten diesmal im Süden stationiert sein und dann mit dem Mietauto die Gegend erkundigen.
HotelDie Anlage des 4-****-Hotels Irini Mare liegt am Hang mit 98 Zimmer auf 10 Häuser verteilt. Die Anlage selber ist gepflegt und schön, wobei, je weiter hinten man ein Zimmer hat, desto weiter "ab vom Schuss" man sich wohl fühlt. Wir hatten eigentlich gegen Aufpreis ein Zimmer mit Meersicht gebucht. Dazu aber später. Das Hotel nennt sich familienfreundlich und ist es wohl auch. Was leider auch heisst, dass es effektiv fast nur Familien mit Kindern hat und man sich als Paar etwas verloren vorkommt. Zudem ist der Pool samt Rasenfläche rundherum komplett von Kiddies überbenutzt. D.h. dass man den Pool als "Normal-Erwachsener" ohne Kinder nie nutzen wird. Das Hotel bietet scheinbar eine Sauna sowie Tennis, Tischtennis und Volleyball. Ersteres habe ich nicht gesehen und das Volleyballfeld kann nicht ganz ernst gemeint sein.
Eine eher unmotivierte deutschsprachige Reiseleiterin von Cretan Tours kommt täglich vorbei und verkauft Reisen und Mietautos; sofern diese verfügbar sind. Das waren die ersten Ferien meines Lebens in denen kein Mietauto verfügbar war und einige wohl ohne Auto wieder abreisten, wir dank der langen Aufenthaltsdauer halt eher später eines nahmen. Auf der ganzen Hotelanlage, wie in Griechenland halt leider so oft, wimmelt es von jungen Kätzchen Cool ist der Büchertisch im Foyer, wo dank der vor allem deutschen Gäste vor allem deutsche Bücher zu finden sind. So hatte ich dieses Mal keinen Mangel an gutem Lesestoff. Ebenfalls im Foyer ist eine Internetstation, also ein PC, den man gegen Gebühr nutzen kann. Auch das WLAN kann man gegen Gebühr nutzen - oder Der Grossteil der Gäste ist aus Deutschland, was aber generell für Agia Galini gilt. Man fühlt sich nicht so recht wie im Urlaub weil rundherum nur Deutsch gesprochen wird.
ZimmerWie bereits erwähnt hatten wir gegen Aufpreis extra ein besseres Zimmer mit direkter Meersicht gebucht. Auf dem ersten Foto hier seht Ihr wie Gögi vom Balkon aus das Meer sucht Das Zimmer selber war soweit ganz okay. Fehlend war der Safe (wie bereits erwähnt), eine Minibar, mehr Ablagefläche oder wenigstens Regale im Schrank. So hatten wir irgendwie immer ein ziemliches Chaos weil man nirgendwo was gscheit abstellen konnte. Dazu war leider das ganze ziemlich laut... ringhörig einerseits, dann surrte der Kühlschrank nervig laut und eine Klimaanlage aus Nachbarszimmer oder von wo auch immer her war auch zu hören. Der arge Wind Nacht für Nacht tat sein restliches an Geräuschen, wobei da das Hotel natürlich nichts dafür kann. Eben jener Wind ist übrigens auch dafür verantwortlich, dass der Balkon quasi unbenutzt blieb. Es wehte nur ständig Tisch und Stuhl um und somit konnte man nicht mal die Wäsche draussen hinhängen. Ganz schlimm war die Matratze. Gut, auch hier wiederum von den letzten Ferien verwöhnt war es schwierig was brauchbares zu finden... aber solch steinharten Billigmatratzen hab ich glaub schon lange nicht mehr erlebt. Entsprechend verspannt waren auch ständig unsere Rücken, bzw. eingeschlafen meine Arme denen ich beim Schlafen das Blut abgedrückt hab *seufz*
EssenIn den Ferien haben wir uns überlegt, dass der Titel für meine Bewertung wie folgt lauten könnte:
Aussagekräftig genug, oder? Zum Frühstück gab es diverse Brote, süsses Gebäck, leider nur 2 Sorten Joghurt, Käse, Rührei und sicherlich auch Fleischkram, viele tolle Früchte und lecker lecker Milchreis. Noch besser war allerdings das Abendessen - und vor allem effektiv auch sehr geeignet für Vegis. Das Vorspeisenbuffet Einziger Negativpunkt hier: Die Stimmung im inneren Essraum ist so kalt, dass man alles recht zackig runterhaut und dann wieder geht. Sprich weder Lust auf gemütlich Sitzen noch auf einen Wein hat. Vielleicht könnte man mit gedimmten Licht da schon mehr rausholen und trotz der vielen umherwuselnder Kinder eine gemütlicherere Atmosphäre schaffen?
ServiceWarum auch immer gab es im Irini Mare keine "Bitte-nicht-stören-Türschilder". Entsprechend klopfte es auch gerne mal vor 9 Uhr und bevor man wach genug war um "nein!" zu rufen wollte die Putzfrau auch schon rein. *seufz* Ansonsten wurde jedoch sauber geputzt, die Putzfrauen waren freundlich. Das Personal beim Restaurant besteht vor allem aus 2 jungen Herren und einer jungen Dame, plus die ältere Generation an der Bar. Der bei uns eigentlich immer bedienende junge Mann sah sehr attraktiv aus und war zudem extrem aufmerksam und sehr freundlich. Er hat immer geschaut, dass alle alles haben und war wirklich schnell zur Stelle. Der Service an der Rezeption... nun ja... wir haben sie nicht oft gebraucht. Und da sie mal nicht mal da waren als wir den Schlüssel holen wollten kann ich dazu nicht viel positives sagen.
StrandNachdem wir nach der Ankunft das Zimmer bezogen hatten, wollten wir natürlich unbedingt ans Meer. Und waren total entsetzt als wir da waren. In 2 Minuten ist man da... aber der Strand sieht total verlottert aus. Ein paar Liegestühle, einige davon kaputt, ein paar Sonnenschirme... irgendwie ein trostloser Anblick. Dazu war um ca. 14 Uhr alles total besetzt und wir total frustriert. Wir haben das nicht direkt fotografiert und auf den Fotos aus der Ferne sieht's gar nicht so wüst aus
Wir sind dann weiter in Richtung Agia Galini gelaufen und haben dort einen Platz gefunden, der uns auch die nächsten Tage mehr Freude bereitet hat. Nach einer kleinen eisigen Brücke über einen Fluss kommt man zur Flaniermeile vor Agia Galini und dort hat es einen Strandabschnitt unter Bäumen mit bequemen Liegestühlen. Für 2 Stühle bezahlt man EUR 4.-, für einen Schirm EUR 2.- dazu. Man muss hier allerdings auch eher früh da sein, da die guten Plätze unter den Bäumen rar und früh besetzt sind. Dafür gehören sie zum gleich hintendran liegenden Restaurant, welches nebst Toilette auch superleckeres Essen hat. Wer hin geht: Nehmt das Auberginenmousse *njamnjam* Hier auf dem mittleren Foto sieht man die Baumgruppe die ich meine:
Was an der Südküste halt wirklich teilweise nervt ist der echt starke Wind. Dessen muss man sich bewusst sein. Mich hat er vor allem genervt weil er mir den Liegestuhl an den Kopf geklatscht hat *auaaua* und nachts kaum schlafen liess.
Fazit:Das Hotel selber verdient meiner Meinung nach seine 4 Sterne nicht und könnte in Punkto Service noch einiges verbessern. Ich glaube, für kleine Kinder wird echt viel Unterhaltung geboten und dank der vielen Spielfreunde ist es sicher lässig. Für Pärchen sind zuviele Kinder da, so dass man sich eher nicht im Hotel selber aufhält. Wir selber waren eher enttäuscht und verteilen daher eher ein:
___ Hotelwebsite: http://www.irinimare.com/ |
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© by Cheesy |
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