![]() |
||||||||||||
|
TierkreiszeichenVorbemerkung: Das Christentum kennt "kanonische" und "apokryphe" Evangelien. Erstere sind von der Amtskirche anerkannt und in die Bibel aufgenommen worden, letztere werden bis heute merkwürdigerweise ignoriert. Dazu gehören auch die umfangreichen Werke des österreichischen Mystikers Jakob LORBER (1800-1864), der ab dem 40. Lebensjahr 24 Jahre damit verbrachte, spirituelle Eingaben niederzuschreiben. Er nannte sich daher selbst "Schreibknecht Gottes". Diese Evangelien erläutern und ergänzen das Neue Testament in wesentlichen Bereichen, sie geben aber auch wertvolle Hinweise über das astrologische Selbstverständnis jener Zeit. Im Band 3 des elfbändigen "Großen Evangeliums Johannes" läßt JESUS von Nazareth einen Mann namens Mathael zu Wort kommen, den Jesus zuvor von einem satanischen Geist befreit hatte. Er fordert seine Jünger ausdrücklich auf, den Ausführungen dieses hellsichtigen Mannes gut zuzuhören, den er als "einen der ersten Chronisten" bezeichnet. Diesem nunmehr Erleuchteten zufolge waren die Urbewohner Ägyptens die "Erfinder" und Einteiler des Zodiak (Tierkreis), und zwar weil sie mehr wolkenlosen Himmel hatten und demzufolge die Gestirne leichter und anhaltender beobachten konnten als es in Palästina der Fall war. Durch ständiges Betrachten des Zodiaks wurden sie gewahr, daß dieser ein großer Kreis ist, der in 12 gleiche Teile teilbar ist und in jedem dieser Teile "ein Sternbild" aufweist. Nach altägyptischer Zunge bedeutet die Silbe Zo: "für", dia heißt "Arbeit" und kos "ein Teil", frei übersetzt also: "Die Einteilung der Arbeit". Sie waren es also, die den Menschen halfen, ihre Jahresarbeit sinnvoll einzuteilen. Die Ägypter gaben den zwölf Abschnitten des Zodiak erstmals Namen, und zwar solche, mit denen sie es bei der täglichen Arbeit und beim Umgang mit der Natur zu tun hatten. Die Sternzeichen lieferten also die Namen für die Sternbilder (Ev. Joh. Bd. 3, 102-105, 107). Die einzelnen Tierkreiszeichen:
In der Jahreszeit der kürzesten Tage, die in Ägypten stets regenreich waren fand sich nach damaliger Beobachtung die Sonne gerade unter dem Sternbild, das auch den Juden als "Wassermann" geläufig war. Daher gab man dem Sternbild die Gestalt eines Hirten, der gerade einen vollen Wassereimer in den Tier-Tränkkasten ausschüttet. Die Alten nannten solch einen Menschen einen Uodan (d.h. Wassermann). Nach ihm wurde künftig sowohl das Sternbild, wie auch diese etwa 30-tägige Regenzeit benannt. Später machten die Menschen aus diesem Sinnbild bald einen Gott, weil er als der Beleber der verdorrten Natur galt. Mit dem Wassermann also begann im alten Ägypten der Jahreskreis.
Nach dreißig Tagen hatte der starke Regen gewöhnlich ein Ende, und es befanden sich im noch stark angeschwollenen Nil sowie in seinen Seitenarmen stets eine große Menge von Fischen. Ein Teil davon wurde gleich verzehrt, ein noch größerer Teil aber eingesalzen und an der Luft getrocknet und so fürs ganze Jahr aufbewahrt. Da diese Zeit seit alters her in Ägypten dem Fischfang diente und die Sonne gerade zu Anfang dieser Zeit in eine neues Sternbild wanderte, nannte man dieses Sternzeichen "Fische" und ebenso die entsprechende Zeit, nämlich Ribar oder Ribuze. Da aber die Menschen wegen des Genusses der fetten Fische, und teils auch infolge des Gestankes der Tierkadaver gern vom Fieber befallen wurden, nannte man diese Zeit auch die "Fieberzeit". Die Phantasie der Menschen machte aus dieser Zeitbeschaffenheit denn auch bald eine Göttin und erwies ihr für die Abwehr von Magenkrankheit hohe Verehrung.
Nach der Fischezeit wandten sich die Urbewohner Ägyptens der Pflege der Schafe zu. Es kam die Zeit, in der die Schafe geschoren werden mußten und die Böcke angriffslustig wurden. Gut dreißig Tage lang dauerte durchschnittlich diese Arbeit. Natürlich verrichtete man in der Zwischenzeit auch manch anderes; aber die vorerwähnte Arbeit war für die bezeichnete Zeit die Haupttätigkeit. Und weil die Sonne da wieder unter ein neues Zeichen zu stehen kam, so nannte man dieses Zeichen in Anlehnung an den streitlustigen Schafbock "Widder" (Kostron). Später weihte man wegen der vielen Stürme in dieser Zeit, in der die Elemente in einem Kampfe gegeneinander schienen, dem Kampfe schlechthin. Die Phantasie der Menschen ersann dazu bald ein Symbol, nämlich das des Marses in der Figur eines geharnischten Kriegers. Diesem erwies man später auch bald eine göttliche Verehrung und machte ihn in Kriegszeiten gar zu einem Hauptgott. Während der beiden vorausgehenden Zeichen (Wassermann und Fische) wird das Meer abgekühlt, was vor allem die Küstenbewohner merkten. Wird nun das Wort "Mars" zerlegt, bekommen wir das uralte ägyptische Wort Mariza oder auch Maoriza., was nichts anderes bedeutet als: Das Meer wird erwärmt. Durch die größere Kraft der Sonne wird das Meer nach und nach wärmer, und weil dies als eine Folge der zu dieser Zeit vorkommenden Stürme angesehen wurde, bedeutet der Ausdruck Maor Izat auch so viel wie "kämpfen".
Kommen wir nun zum vierten Zeichen. Wieder sehen wir ein Tier, nämlich einen Vertreter der Gattung Rind als "Stier". Nach der Versorgung der Schafe lenkten die alten Hirtenvölker ihre Sorge vor allem auf das Rindvieh. In dieser Zeit wurden die Kühe meist brünstig, und man schied das Starke vom Schwachen und bemühte sich um eine gute Zucht. Die Rinder standen bei den Ägyptern überhaupt hoch im Kurs und was war da naheliegender, als daß man das Sternbild, in das die Sonne um diese Zeit eintrat "Stier" nannte? Die römische Bezeichnung Taurus stammt auch vom Ägyptischen ab und stellt lediglich eine Abkürzung der uralten Bezeichnung T a our Sat, oder Ti a our Sat dar, was soviel besagt wie: Des Stieres Zeit (Sat) = auf den Hinterbeinen zu stehen. Später nannten die Römer diesen Monat auch Aprilis, was aber nach altägyptischer Zunge wieder nichts anderes heißt als: A (der Stier) uperi (tue auf) liz oder lizu (das Gesicht); oder frei übersetzt: "Stier, öffne das Tor" zur freien Weide.
War das Rindvieh versorgt, war für das alte Hirtenvolk Ägyptens auch des Jahres Hauptarbeit getan. Jetzt hatte man Zeit dafür, die Häupter der Gemeinden zusammenzurufen um aus ihnen einen oder zwei Sachkundige zu wählen. Diese hatten zu prüfen, ob alles bisherige Mühen auch zweckmäßig und segenbringend für das Gemeinwesen vollbracht wurde. "Ka i e stor" war da die Frage, was soviel heißt wie: "Was hat er getan?" Darauf folgte die ernste Mahnung mit dem gebietenden Satz: "Po luxe men!" oder auch: "Poluzce men!" "Gib mir darüber Licht, Aufklärung!" - Aus diesem Doppelsatz sind die späteren "Zwillinge" entstanden; im Grunde also lediglich durch ein Zusammenbinden des Fragesatzes mit dem Aufforderungssatz. Schwärmten zwei solcher Amtsboten in die Gemeinden aus, so hatte einer den Fragesatz und der andere den Aufforderungssatz zu stellen, natürlich nicht nur dem Worte nach. Da aber während dieser Erkundungszeit auch die Sonne gerade unter das bekannte Doppelsternbild im Zeichen Zwillinge, so nannte man den Monat "Zwillinge". In römischer Sprache Gemini oder auch Castor et Pollux, die später durch die Phantasie der Menschen ebenfalls vergöttert wurden.
Mit der Sommersonnenwende hat der Tag seine längste Dauer bekommen; danach werden die Tage wieder kürzer. Die Alten verglichen diesen Rückgang mit der Fortbewegungsart der Krebse. In dieser sechsten Jahreszeit aber bildete sich Nachts besonders viel Tau in Flußnähe, was die genannten Tiere dazu veranlaßte, aus dem Wasser zu kommen und in den gras und taureichen Wiesen nach Nahrung zu suchen. Dies hatten die Menschen nicht so gerne: Man sammelte die Tiere haufenweise und verbrannte sie anschließend. Beim Verbrennen entstand jedoch ein sehr guter Geruch, weswegen man schließlich auf den Gedanken kam, gesottene Krebse zu essen. Sie schmeckten sogar besser als die bisherige Hauskost. Aus diesem Grunde verringerte sich die Anfangs riesige Zahl der Nil-Krebse sehr stark, zumal ihnen später auch die Griechen und Römer zusetzten; nur die Juden essen das Tier bis heute nicht, obwohl es ihnen Moses nicht ausdrücklich verboten hatte. Auf diese Weise wurde der "Krebs" in Ägypten nicht nur zum Symbol dieser dreißig Tage, sondern mit der Zeit auch vergöttert. Griechen und Römer weihten später diese Zeitperiode der Göttin Juno. - Wie aber entstand dieser Name? Da es um die Zeit der Krebse für körperliche Arbeiten schon zu heiß war, gaben sich einige Denker den geistigen, ja philosophischen Fragen hin. Eine Hauptfrage bestand darin, ob die reine Gottheit auch in der Materie zu finden sei. Wie alle Fragen der Weisen kurz sind, aber einer langen Antwort bedürfen, so war es auch in diesem Fall. Sie lautete: "Je o?", übersetzt: "Ist das einmal in sich getrennte Göttliche, so man es nebeneinander stellt, noch ein Ganz-Göttliches?" Das "u" war bei den alten Ägyptern als ein oben offener Halbkreis () und stellte ein Aufnahmegefäß für alles Göttliche dar, das von oben zu den Menschen kommt. Die Weisen verstanden darunter hauptsächlich geistige Gaben des Lichtes für die Seele des Menschen. Das "n" dagegen wurde als einen nach unten offenen Halbkreis () dargestellt und bezeichnete die tote, geist- und lichtlose Materie. Die Runddächer mancher Häuser und besonders der Tempel hatten deshalb die Gestalt dieses umgekehrten Halbkreises der anzeigte, daß sich an diesen Orten das Göttliche mit der Materie verbindet. Das "o" stand indes immer schon für die volle und reine Gottheit. - Die Antwort auf die oben aufgeworfene, gewichtige Frage lautete daher: Alle geschaffene Materie verhält sich zu Gott ähnlich wie die Frau zum Manne: Gott zeugt in und durch die Materie ständig Myriaden von Kindern aller Art. Er befruchtet die Materie dabei fortwährend mit seinem göttlichen Geist, und die Materie gebiert ihm dann immerzu die zahllos in sie eingezeugten Kinder. Später geriet dann diese altägyptische Weisheit in Vergessenheit, und man machte aus dem Fragesatz "Je un o" und damit aus der Weiblichkeit aller Materie gleich ein persönliches Gottweib mit dem Namen Jeu no, zuletzt nur noch Juno, und vermählte sie mit dem Göttervater Zeus.
Nach der Krebsjagd, die 30 Tage anhielt und manchmal auch einen oder zwei Tage darüber - weil bei den alten Ägyptern nicht der Fischmonat (Februar), sondern der Krebsmonat (Juni) als Ausgleichsmonat bestimmt war -, sahen sich die Menschen mit einer besonderen Gefahr konfrontiert: Um diese Zeit nämlich werfen die Löwen gewöhnlich ihre Jungen und sind daher besonders auf Zusatznahrung angewiesen. So wie die Kälte die Wölfe in vom Menschen bewohnte Gebiete treibt, so trieb des Julius (Juli) große Hitze den Löwen in die etwas kühlere nördliche Region des Landes, wo er sich über die Rinderherden hermachte. Und da die Sonne in dieser Zeit gerade unter ein Sternbild trat, das der Gestalt eines ergrimmten Löwen ähnelt, nannten die Alten dieses Gestirn wie auch jene Zeit "Löwe" von "Le o wa". Dabei ist Le = der Böse oder des Bösen Sohn (im Gegensatz zum El = der Gute oder des Guten Abkömmling), o = die Gottessonne, wa oder auch wai = fliehen. Le o wai heißt demnach: Der Böse flieht die Sonne. Die Römer schließlich benannten ihrem Kalser Julius Cäsar zu Ehren erst vor wenigen Dezennien diese Zeit mit dessen Namen, weil er so schlau und mutig zu kämpfen verstand wie ein Löwe.
Mit dem Ende der Löwenzeit fanden die Hauptbeschwerden des Jahres gewissermaßen ein Ende, man gab sich mehr der Fröhlichkeit hin und veranstaltete Feste. Diese dienten besonders dazu, den sittlich rein gebliebenen Jungfrauen Geschenke zu machen, ja, die Jungfräulichkeit allgemein zur Tugend zu erheben. Nicht von ungefähr fielen auch in diese Zeit die meisten Hochzeiten. Denn nur eine als rein befundene Jungfrau wurde geheiratet! "Unreine" waren vom Ehebündnis ausgeschlossen und konnten nur im Ausnahmefall zum sog. "Krebsweib" eines schon verheirateten Mannes werden. In der Regel aber blieb ihnen nur der niedere Sklavenstand. Und weil justament um diese Zeit wieder ein nettes Sternbild des Zodiak über der Sonne zu stehen kam, benannte man es "Jungfrau". Erst viel später gaben die Römer, ihrem Kalser Augustus zu Ehren, dieser Zeit auch des Kalsers Namen.
Wie aber kam die Waage als Meßinstrument der Krämer und Apotheker zu den Sternzeichen? - Nach der hohen Zeit der Liebe folgte die Zeit der Ernte des Getreides, dessen Anbau schon von den ältesten Einwohner dieses Landes betrieben wurde. Hinzu kam die Fruchtreife der Feigen, Datteln, Granatäpfel und Orangen. Bekanntlich fiel der Priesterschaft Ägyptens die Aufgabe zu, das Volk zu lehren und die Weisheiten zu hüten. Ihr oblag es aber auch, die Metalle der Erde zu erforschen, sie zu sammeln und zum Gebrauch tauglich zu machen. Zu Letzterem waren viele Handlanger erforderlich, die keine Zeit hatten, sich mit Ackerbau und Viehzucht zu beschäftigen, gleichwohl aber für ihre Arbeit entlohnt werden mußten. Um Gerechtigkeit zu üben führte man daher den Zehnten ein, und jedes Gemeindeglied mußte den zehnten Teil aller Ernte dem Priesterstand abliefern. Wie aber bemaß man den Zehnten? - Mit der Waage natürlich! Jede Gemeinde besaß mehrere solche Waagen, und unter den Augen des Gemeindevorstandes wurde alle Ernte genau abgewogen in der Weise, daß stets beide Schalen vollgefüllt wurden. Neunmal wurden die gefüllten Waagschalen in den Kasten des Gemeindegliedes ausgeleert, das zehnte Mal aber in den Kasten der Priesterschaft. Weil gerade um diese Zeit die Sonne abermals unter ein neues Zeichen trat, so nannte man dieses Zeichen im Tierkreis die "Waage". Im übrigen war der Oberpriester zugleich auch des ganzen Volkes Hüter oder Hirte mit dem Namen Vara on (von: "er hütet" oder "er ist der Hirte"). In späterer Zeit wurden dann die Varaonen (Pharaonen) wirkliche Könige des Landes, in deren Diensten auch das Priestertum stand. Mit der Zeit legte man der Waage allerlei entsprechende Bedeutungen bei, und benutzte sie als Symbol der göttlichen wie der weltlichen Gerechtigkeit. Bei einigen "noch tief unten stehenden Völkern" betete man sie sogar auf eine gleiche Weise an, wie die Inder hie und da den Pflug.
Nach der Zeit der Waage kam für die Menschen eine ruhigere Zeit, in der die Arbeitsvakanz fast in Nichtstun und Müßiggang ausgeartet hätte, wäre dies nicht durch ein sehr lästiges und giftiges Insekt vereitelt worden. Die Rede ist vom Skorpion, der sich im Nordafrika im Herbst stark vermehrt. Schon früh suchten die alten Ägypter nach Bekämpfungsmitteln, deren bestes man schließlich in einem Strauch aus der Nil-Aue fand. Die Rinde dieser Pflanze wurde gekocht und der Dampf befreite wenigstens die Zimmer von diesem wehrhaften Schmarotzer. Auch streute man befeuchtete Rindenstücke am Boden aus oder legte sie in die Betten, was diese Tiere ebenfalls vertrieb. Nach diesem probaten Gegenmittel benannte man auch das Insekt selbst, das früher keinen Namen hatte, mit der Bezeichnung Scoro (= Rinde) Pi oder Pie (= trinkt) on (= er). Der Name machte die Nachkommen gleichsam wie durch ein Rezept aufmerksam, wodurch man dieser Tierplage am wirksamsten begegnen konnte. Noch heutzutage bekommen wir sowohl aus Ägypten, aus Arabien und Persien ein Pulver, durch das man ohne Schaden für die Gesundheit des Menschen nicht nur Skorpione, sondern fast alle anderen lästigen Insekten fernhalten kann. Dieses Pulver wird neben einigen Beigaben hauptsächlich aus der besagten Rinde gefertigt. Beim ersten Auftauchen des "Skorpions" trat die Sonne unter ein neues Sternbild am Himmelskreis, und man benannte es naheliegenderweise nach dem Insekt. Gegen Ende der Skorpionzeit häuften sich in Ägypten schwere Gewitter, vor denen die Menschen großen Respekt hatten: "Das Geschoß des Zeus ist schneller und sicherer treffend denn das Elende der Menschen."
In der Folgezeit begab sich allerlei Wild von den Bergen herab in die Täler, wo sie von den Menschen mit Pfeil und Boden bejagt wurden. Darunter waren Kaninchen, Hasen, Gazellen, kleine Bären, Dachse, Füchse, Panther, eine Menge Geier und Adler. Aber auch dem Krokodil und dem Nilpferd (Hippopotamos, altägyptisch: Je Pa opata moz = das Nilpferd fängt an, seine Gewalt zu entfalten) wurde nachgestellt. Damit die Krokodile in Schach gehalten werden konnten, wurde für die Tötung dieser Tiere sogar ein hoher Preis ausgesetzt. Um diese Jagdperiode trat die Sonne schon wieder in ein neues Sternbild, und man nannte es den "Schützen", eben weil diese Zeit den Bogen-Schützen die meiste Beschäftigung bot. Dem Schützen wurde mit der Zeit auch eine Art göttlicher Verehrung zuteil, vor allem dem Apollo, der auch als ein Gott der Jagd verehrt wurde.
Den südlichsten Punkt des Zodiak ziert der Steinbock, ein Tier der höchsten Felsspitzen. Er war selbst im alten Ägypten ein seltenes und scheues Tier, das aber in der kühlen Jahreszeit auch in niederer gelegene Regionen herabstieg, um nach Futter zu suchen. Da es jedoch äußerst schwierig war, dieser Tiere habhaft zu werden, waren alle Jäger auf den Beinen, sobald sich ein Exemplar zeigte. Es gab so manche Steinbock-Periode, in der kein einziges Tier gefangen werden konnte. Wurden aber in einer günstigen Zeit einige erlegt, war dies ein förmlicher Triumph für ganz Ägypten! Im Unterschied zu den anderen Wildtieren galt der Steinbock nämlich als etwas besonders Kostbares: Seinen gesamten Körper sah man als wunderbare Arznei an, und man heilte mit einem Minimum davon viele Krankheiten. Die Hörner waren selbst des Königs von Ägypten erste und kostbarste Zierde, und mehr wert als Gold und Edelgestein. Ja, in der Urzeit taxierte man sogar den Wert eines Varaon nach der Anzahl seiner Steinbock-Hörner. Auch die Oberpriester trugen vergoldete Exemplare als Zeichen ihrer Weisheit und Macht mit sich herum. So ist es mehr als begreiflich, daß die alten Ägypter diese Zeitperiode, in der sie Besuch von diesem Tier bekamen, mit "Steinbock" benannten und das Symbol in den Himmelskreis stellten.
Quelle dieser wunderschönen Bilder: http://www.miss-spica.de/ |
|||||||||||
© by Cheesy |
Wie hat Euch diese Seite gefallen? Ich bitte um Feedback im > Gästebuch! |
|||||||||||