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Vegisprüche
Vegetarismus-Zitateliste
sortiert nach Alphabet der "Quelle"

Adorno, Theodor W. (1903-1969)
Soziologe, Philosoph, Musiktheoretiker und Komponist
Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es
sind ja nur Tiere.
Alt, Franz *1938
Journalist, Autor
Menschenliebe und Tierliebe haben soviel miteinander zu tun wie persönlicher
Frieden und politischer Frieden.
Aristoteles (-384--322)
griech. Philosoph, Schüler des Plato
Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe
ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.
Bentham, Jeremias
Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die
Tiere denken? Sondern sie hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber
aber gibt es wohl keinen Streit, und das Wissen um diese Leidensfähigkeit
muss daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung der Tierseele durch
den Menschen.
Braun, Reinhold
Schlachthäuser sind Pestgeschwüre am Leibe der Humanität.
Alles Elend kommt von dieser Krankheit!
Buddha, Gautama (-560--480)
Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge
ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen!
Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich
selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht.
Busch, Wilhelm (1832-1908)
deutscher Dichter und Zeichner
Bis auf weiters Das Messer blitzt, die Schweine schrein, Man muss sie
halt benutzen, Denn jeder denkt "Wozu das Schwein, Wenn wir es nicht
verputzen?" Und jeder schmunzelt, jeder nagt Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst "Pfui Teufel!" sagt Zum Schinken aus Westfalen.
Carpenter, Edward
Ein Tier halten, damit man es aufessen kann, ist ein Verrat.
Cicero
Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern
nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber
morde mich nicht, um besser zu essen!
Deschner, Karlheinz
Schriftsteller, Philosoph, Dr. phil, Kirchenkritiker.
Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher.
Die Speisekarte - das blutigste Blatt, das wir schreiben.
Fleisch macht das Essen nicht schlechter, aber den Esser.
· Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten? Von seiten der Erzieher
nicht. Von seiten der Jurisprudenz nicht. Von seiten der Moraltheologie
nicht. Von tausend anderen moralischen Seiten nicht. Von der des Kalbes
vielleicht?
Wer Tiere isst, steht unter dem Tier.
Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet,
ist selber schlachtreif.
Drewermann, Eugen *1940
Theologe, Philosoph, Priester, Psychotherapeut
Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere.
Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie
sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben;
unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit.
Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen.
Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode
quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten,
zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den
Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen,
ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger
mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche
Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute.
Edison, Thomas Alva (1847-1931)
US-Erfinder, über 2000 Patente angemeldet, u. a. Glühbirne, Mikrophon.
Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker,
weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.
Emerson, Ralph Waldo (1803-1882)
US-Schriftsteller und Politiker
Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer
das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder vielen
Kilometern verborgen sein mag: Sie sind mitschuldig.
Freud, Sigmund
Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein
wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten
Menschen.
Gandhi, Mahatma (1869-1948)
Führer der ind. Selbständigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913
Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das
Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers
willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist,
desto grösser ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher
Grausamkeit.
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen
Verlangen zu töten.
Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber
nicht für seine Gier.
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
deutscher Dichter
Die religiöse Erfurcht vor dem, was unter uns ist, umfaßt
natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf,
die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.
Gorki, Maxim (1868-1936)
russischer Schriftsteller.
Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund
zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den
Hut zu ziehen.
Grzimek, Bernhard (1909-1987)
deutscher Zoologe, Tierfilmer, Autor "Serengeti darf nicht sterben"
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Klage eines Eier-Industriellen
gegen mich abgewiesen, wonach mir untersagt werden sollte, die ohne Tageslicht
in Engstkäfigen gehaltenen Batterie-Hühner als KZ-Hühner
zu bezeichnen. Den Ausdruck KZ-Hühner, der im übrigen nicht von
mir erfunden worden war, haben die früheren KZ-Insassen Kirchenpräsident
Martin Niemöller und Motoren-Erfinder Dr. Wankel ausdrücklich
gebilligt.
Hedin, Sven (1865-1952)
schwedischer Asienforscher
Ich habe es nie über mich gewinnen können, ein Lebenslicht auszulöschen,
das aufs neue anzuzünden mir die Macht fehlt.
Heuss, Theodor
Je früher unsere Jugend von sich aus jede Roheit gegen Tiere als
verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und
Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später
ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Grossen Recht
und Unrecht ist.
Holzer-Sprenger, Marie-Luise
Autorin von: Die Natur: Dein irdischer Lebensquell, Vegetarische Rohkost
- die Alternative
Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, solange es lebt.

Kafka, Franz (1883-1924)
Schriftsteller
Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr.
(Beim Betrachten von Fischen in einem Aquarium)
Kaplan, Helmut *1952
Autor, Philosoph
Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich
aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschliessen.
Lamartine, Alphonse de (1790-1869)
französischer Poet und Politiker
Wir haben nicht zwei Herzen - eins für die Tiere und eins für
die Menschen. In der Gewaltausübung gegenüber ersteren und der
Gewaltausübung gegen letztere gibt es keinen anderen Unterschied als
derjenige des Opfers.
Lehmann, Arthur Heinz
Seht, so schwer ist die Liebe zu den Pferden, aber vielleicht hat ihnen
Gott ein kürzeres Leben gegeben, weil sie den Himmel eher verdienen
als wir.
Leonardo da Vinci (1452-1519)
ital. Universalgenie
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit
übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde
Grabstätten!
·Es wird ein Tag kommen, an dem die Menschen über die Tötung
eines Tieres genauso urteilen werden, wie sie heute die eines Menschen beurteilen.
Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren ebenso verurteilen,
wie wir heute das Essen von unseresgleichen, die Menschenfresserei, verurteilen.
Lincoln, Abraham (1809-1865)
16. Präsident der USA
Ich gebe nicht viel auf die Religion eines Mannes, für dessen Hund
oder Katze sie nichts gutes bedeutet.
McCartney, Paul (+ Linda) *1942
Sänger, ehem. Beatles Gitarrist
Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein
gewaltfreier Protest.
Man darf nicht essen, was ein Gesicht hat.
Wir sind Fast-Vegetarier geworden, als wir einmal auf einem schottischen
Bauernhof unseren Sonntagsbraten assen und dabei fröhlich spielenden
Lämmern zusahen. Auf einmal wurde uns bewusst, dass wir gerade eines
dieser Lämmer verspeisten. Danach assen wir nur noch ab und zu Wurst.
Später, in einem Urlaub auf Barbados, fuhren wir einem Laster mit prächtigen
Hühnern hinterher. Plötzlich verschwand er in einer Hühnerverarbeitungsfabrik.
Seitdem essen wir nichts mehr, was man vorher töten muss.
Nietzsche, Friedrich (1844-1900)
deutscher Philosoph
Die Vernunft beginnt bereits in der Küche.
Nosbusch, Desirée
dt. Schauspielerin und Fernsehmoderatorin.
Ich trage keine Pelzmäntel, weil ich nicht will, dass meinetwegen
Tiere sterben müssen. Also ist es nur konsequent, dass ich auch kein
Fleisch esse.
Papst, Johannes Paul II
Oberhaupt der röm.-kath. Kirche.
Es ist gewiss, dass Tiere zum Nutzen des Menschen geschaffen wurden;
das heisst, dass sie auch für Experimente benutzt werden können.
Paul, Jean (1763-1825)
deutscher Dichter
Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der
Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!
Pilgrim, Volker Elis
Schriftsteller
Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage
alter Leichnam.
Pitman, Sir Isaac
Erfinder der engl. Stenographie
Ein Grund für den Vegetarismus sollte mehr, als gewöhnlich
geschieht, herangezogen werden. Ich meine den Appell an das sittliche Bewusstsein,
dass wir nicht durch Stellvertreter tun lassen dürfen, was wir nicht
selbst tun würden. Ich habe kein sittliches Bedenken dagegen, meine
Stiefel zu reinigen, meinen Tisch abzustauben oder auch mein Büro auszufegen.
Mein Gefühl würde nicht verletzt werden durch Verrichtung dieser
und hundert anderer Handarbeiten. Aber ich könnte keinen Ochsen niederschlagen,
kein Schaf, besonders kein Lamm schlachten, keinem Geflügel den Hals
umdrehen. Wenn ich das nicht tun kann, ohne meine besten Gefühle zu
verletzen, so lehne ich es ab, eine andere Person es für mich tun zu
lassen mit Verletzung ihrer Gefühle. Wenn kein anderer Grund zugunsten
unserer Vereinigung spräche, so würde dieser eine genügen,
um mich zur Annahme der fleischlosen Diät zu bestimmen.
Plutarch (45-125)
griech. Philosoph und Schriftsteller
Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras
des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen
Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erstemal
über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen
zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden
Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz
zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung
zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen und Wölfe, die
wir zum Selbstschutz essen - im Gegenteil, diesen Tieren schenken wir gar
keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme Geschöpfe
ohne Stacheln und Zähne, die uns onehin nichts anhaben könnten.
Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer,
die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die
Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet
selbst, was ihr zu essen gedenkt - jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln,
nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.
Prasad, Rajendra Dr. (1884-1963)
Indischer Staatspräsident
Ich glaube kaum, daß irgendein anderes Land eine solche große
Anzahl von Vegetariern innerhalb seiner Bevölkerung aufweist und sich
seit Generationen schon der Fleischkost enthalten hat, und dieses nicht
nur deshalb, weil man sie etwa für ungeeignet für den Menschen
hielt, sondern weil man sie sogar als schädlich für die geistige
Entwicklung ansah!
Prescott, William
Je würdiger ein Volk ist, umso edler verhält es sich gegen
Schwächere, ritterlicher gegen Frauen, barmherziger gegen Tiere.
Prinz Max von Sachsen (1870-1951)
kath. Theologieprofessor
Nicht eine milde Form der Schlachtung, sondern ihre Beseitigung soll
man anstreben. Je mehr man das Schlachten 'human' zu gestalten sucht, desto
mehr stärke man die Sache der Metzgerei selbst. Ein wirklich konsequenter
Standpunkt des Tierschutzes wird erst dann gewonnen sein, wenn die Menschheit
sich entschlossen haben wird, das Töten und Essen der Tiere aufzugeben.
Pythagoras (-582--496)
griech. Philosoph und Mathematiker
Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder
zurück.
Rinser, Luise
Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat, dass nicht nur
die Völker der Erde ein Volk sind, sondern dass Menschen, Pflanzen
und Tiere zusammen ´Reich Gottes´ sind und dass das Schicksal
des einen Bereichs auch das Schicksal des andern ist.
Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns Taub macht für
ihre Schreie.
Rosegger, Peter (1843-1918)
Schriftsteller
Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, Das Tier hat Freude und
Schmerz wie du, Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du, Das Tier hat
ein Recht zu leben wie du.
Roth, Eugen (1895-1976)
dt. Schriftsteller
Es denkt der Mensch, zufrieden froh: Ich bin kein Schlächter, blutig
roh; doch da der Mensch kein Wurstverächter, so trägt die Mitschuld
er am Schlächter.
Rousseau, Jean Jaques (1712-1778)
frz.-schweizer. Philosoph, Pädagoge, Schriftsteller u. Musikwissenschaftler
Ein Beweis, dass der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht
natürlich ist, liegt auch darin, dass die Kinder eine Abneigung gegen
solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben,
wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst
wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht
zu verderben, und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie
man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiss, dass
die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder sind als andere
Menschen.
Sai Baba, Sathya *1926
indischer Heiliger und Weltlehrer
Wer Fleisch isst, entwickelt tierische Eigenschaften und Leiden. Dazu
kommt er bei seiner spirituellen Entwicklung über eine bestimmte Stufe
nicht hinaus. Behauptet jemand etwas anderes, zeigt er damit nur, dass er
die grossen Zusammenhänge nicht kennt. Unter diesem Blickwinkel betrachtet,
drückt sich die Kultur eines Volkes besonders in seiner Küche
aus.
Bedenke stets: Du wirst, was du isst. Über das Essen gelangen so viele
Stoffe in deinen Körper, dass es mich wundert, dass sich unzählige
Menschen derart wenig um das kümmern, was sie essen.
· Christus ass kein Fleisch. Er war viel zu verbunden mit allen Lebewesen,
als dass er es hätte tun können. Es widerspricht dazu völlig
der Botschaft der Liebe, die er lehrte.
Ostern zu feiern und Lamm zu essen ist so, als feierte die Feuerwehr ihr
Bestehen damit, dass sie ein Haus abbrennt, oder die Wasserwacht, indem
sie ein Schiff versenkt. Löse deshalb die Vorstellung auf, Ostern mit
dem Verzehr von Lamm- oder anderem Fleisch zu feiern. Es wäre ein Stich
in Christi Herz. Bemühe dich vielmehr, an diesem Festtag ihm nachzustreben,
und entwickle Achtung und tiefe Liebe allen Geschöpfen gegenüber.
Dann ist Ostern wirklich ein Festtag, den es zu feiern lohnt.
Schopenhauer, Arthur (1788-1860)
deutscher Philosoph
Ein anderer, nicht wegzuerklärender und seine heillosen Folgen täglich
manifestierender Grundfehler des Christentums ist, dass es widernatürlicherweise
den Menschen losgerissen hat von der Tierwelt, welcher er doch wesentlich
angehört, und ihn nur ganz allein gelten lassen will, die Tiere geradezu
als Sachen betrachtend. Die bedeutende Rolle, welche im Brahmanismus und
Buddhaismus durchweg die Tiere spielen, verglichen mit der totalen Nullität
im Christentum, bricht diesem letzteren den Stab; so sehr man auch an solche
Absurdität in Europa gewöhnt sein mag.
Schwantje, Magnus (1877-1959)
Tierschützer, Pazifist, Autor.
Auch wenn wir gar nicht hoffen könnten, dass jemals alle Menschen
zur vegetarischen Lebensweise übergehen werden, hätte niemand
deswegen das Recht, Fleisch zu essen. Ein Unrecht bleibt auch dann ein Unrecht,
wenn alle es verüben.
ch sage ja nicht, dass jeder Mensch, der vegetarisch lebt, gerecht sei,
sondern, dass jeder der nicht vegetarisch lebt, dadurch ungerecht handelt.
rfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten ! Tierschutz ist Menschenschutz.
Wir schützen durch ihn die Menschenseele vor Verrohung.
Schweitzer, Albert (1875-1965)
Theologe und Missionsarzt; Friedensnobelpreis 1952
Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die
Leiden , die es erduldet, uns alle an.
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
Shaw, Georg Bernhard (1856-1950)
irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950
Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der
Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.
Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht!
Singer, Isaac Bashevis (1904-1991)
jüdisch-amerik. Schriftsteller; Nobelpreis 1978, emigrierte 1935 in
die USA.
Es wird oft gesagt, dass die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten,
als ob dies eine Rechtfertigung wäre dies weiterhin zu tun. Gemäss
dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern
andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit je her getan wurde.
Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi... Für die Tiere ist jeden
Tag Treblinka.
Wir sind alle Gottes Geschöpfe - dass wir um Gnade und Gerechtigkeit
beten, während wir weiterfahren, das Fleisch der Tiere zu essen, die
um unseretwillen geschlachtet wurden, ist unvereinbar.
Singer, Peter *1946
Australischer Philosoph und Tierethiker.
Die meisten Menschen in modernen, urbanisierten Gesellschaften pflegen
den Kontakt mit nichtmenschlichen Lebewesen vorwiegend während der
Mahlzeiten.
Steiner, Rudolf (1861-1925)
Begründer der Anthroposophie
Es gibt Tiere, die kein Fleisch fressen, z.B. unsere Kühe. Wenn
wir das Experiment machen könnten, eine Ochsenherde mit Fleisch zu
füttern, so würden die Ochsen verrückt.
Sutermeister, Otto
Gleich weisst du, wie's einer meint mit der Welt, sieh nur, wie er seine
Tiere hält!
Thoreau, Henry David (1817-1862)
US-Schriftsteller
Ich hege keinen Zweifel darüber, dass es ein Schicksal des Menschengeschlechts
ist, im Verlaufe seiner allmählichen Entwicklung das Essen von Tieren
hinter sich zu lassen, genauso wie die wilden Naturvölker aufgehört
haben, sich gegenseitig aufzuessen, nachdem sie in Kontakt mit zivilisierteren
gekommen waren.
Tolstoi, Leo (1828-1910)
Humanist, Autor (u.a. "Krieg und Frieden")
Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können,
ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit ernst gemeint
ist.
Der Mensch kann leben und gesund sein, ohne dass er zu seiner Ernährung
Tiere tötet. Wenn er also Fleisch isst, so ist er mitschuldig am Morde
von Tieren, nur um seinen Geschmack zu schmeicheln. So zu handeln, ist unmoralisch.
Das ist so einfach und unzweifelhaft, dass es unmöglich ist, nicht
beizustimmen. Aber weil die Mehrzahl noch am Fleischgenuss hängt, so
halten ihn die Menschen für gerechtfertigt und sagen lachend: 'Ein
Stück Beefsteak ist aber doch eine schöne Sache, und ich werde
es heute mit Vergnügen zu Mittag essen.'
Das Mitleid bleibt immer dasselbe Gefühl, ob man es für einen
Menschen oder für eine Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche
Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch
die moralische Befriedigung seines Lebens.
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
Trojan, Johannes
Hab Achtung vor jedwedem Leben, Das dir in deine Hand gegeben! Und mag
es noch so bescheiden sein! Das grösste Geheimnis schliesst es doch
ein! Das schwächste Tierlein, die kleinste Pflanze Deutet aufs wunderbare
Ganze!
Unbekannt / Anonym
Die Würde des Menschen ist unantastbar, die Würde
des Tieres..........unfassbar!!
Niemand begeht einen grösseren Fehler als jemand, der nichts
tut, nur weil er wenig tun könnte.
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen
Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
Vegetarier sind die konsequentesten Tierschützer.
Valery, P.
Ihr müßt so leben, wie Ihr denkt, sonst werdet Ihr früher
oder später so denken, wie Ihr lebt!
Vivekananda, Swami (1863-1902)
Ind. hin. Mönch
Zwischen mir und dem kleinsten Tier liegt der Unterschied nur in der
Erscheinungsform, im Prinzip sind wir das gleiche.
Voltaire, Francois de (1694-1778)
franz. Aufklärungsphilosoph und Schriftsteller
Gewiss ist es, dass dieses scheussliche Blutbad, welches unaufhörlich
in unseren Schlachthäusern und Küchen stattfindet, uns nicht mehr
als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheusslichkeiten,
welche oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken
ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien. Kann es denn aber
etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch
zu ernähren?
Wagner, Richard (1813-1883)
Komponist
Ich weiss nicht, wie der Liebe Gott einmal mein Lebenswerk bewerten wird.
In den letzten Wochen habe ich über fünfzig Partiturseiten vom
Parsifal geschrieben und drei jungen Hunden das Leben gerettet. Warten wir
ab, was gewichtiger auf die Waagschale drücken wird.
Walker, Alice
Schriftstellerin
Als wir eines Tages über Freiheit und Gerechtigkeit sprachen, sassen
wir gerade bei Steaks. Ich esse Elend, dachte ich mir, als ich den ersten
Bissen zu mir nahm. Und spuckte ihn aus.
WorldWatch Institut
Der hohe Fleischverbrauch kostet auch Menschenleben. Wer viel Fleisch
isst, wird anfälliger für Wohlstandskrankheiten wie Herzinfarkt,
Schlaganfall, Krebs, die zu den verbreitesten Todesursachen in den Industrieländern
zählen.
Quelle: http://www.vegetarismus.ch/zitate.htm
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